Der Hegering Knesebeck stellt sich vor

VorsitzenderNorman Ziegenbein

05839 - 783
0160 6376884
hbzgbr@t-online.de
Stellv. VorsitzenderGerd Wegner

05836-854
0171 869 74 43
SchatzmeistertNils Niebuhr

0170 294 18 22
SchriftführerinAnne-Kathrin Peters

05839-9806
SchießwesenKai Behne

05836-247
Kai.behne@web.de
Stellv. SchießwesenLaura Wegner

0170 478 69 51
HundeobmannReinhard Behm

05831-1054
0171 415 66 19

Der Hegering Knesebeck liegt im Landkreis Gifhorn. Es gehören die Ortschaften Knesebeck, Ohrdorf, Zasenbeck, Plastau, Radenbeck, Boitzenhagen, Schneflingen, Teschendorf und Küstorf dazu und hat eine Gesamtfläche von ca. 8400 ha.. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 124 Mitglieder. Dem Hegering Knesebeck ist gemeinsam mit dem Hegering Wittingen die Jagdhornbläsergruppe Rade angegliedert. Geographisch wird der Hegering im Westen durch den Elbe-Seiten-Kanal und im Osten durch den Bach Ohre begrenzt, der hier gleichzeitig die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt markiert. Die südliche Grenze liegt im Bereich der Bickelsteiner Heide, einem ausgedehnten Kieferwaldgebiet mit einschneidenden Heideflächen zwischen Boitzenhagen und Ehra. Im Norden grenzt der Hegering Wittingen an. Reviermäßig gliedert sich der Hegering in 7 Eigenjagden und 10 gemeinschaftliche Jagdbezirke.

Während der westliche Teil des Hegerings durch einen hohen Waldanteil aus überwiegend Kiefern geprägt ist, werden die besseren Böden im Osten hauptsächlich ackerbaulich genutzt. Im Bereich der Ohre sind Kiefernwälder, aber auch bruchwaldartige Waldrelikte mit hohen Erlenanteilen zu finden. Landschaftsprägend sind auch viele kleine Eichenfeldgehölze. Zur effektiven Bewirtschaftung der Felder sind in der heutigen Landwirtschaft große Schläge nötig. Dadurch hat der Anteil an Hecken in der Feldmark in den vergangenen Jahrzehnten permanent abgenommen. Der ökologische wertvolle Randeffekt, durch Feldwege und Hecken, ging dadurch jedoch verloren. Auch die vielen Pflanzaktionen der Jäger des Hegerings konnten diesen Prozess nicht entscheidend aufhalten. Eine für das Wild unüberwindbare Teilung des Hegerings, erfolgt durch das umzäunte VW-Prüfgelände im Malloh, dem Wald im Westen des Hegerings.

Vorkommende Hochwildarten sind Rot-, Dam- und Schwarzwild. Rotwild ist mit einem geringen Anteil als Standwild in den waldreichen Revieren anzutreffen. Dam- und Schwarzwild dagegen sind im ganzen Hegering vorhanden. Das Hochwild wird im Rahmen der Hochwildhegegemeinschaft Wahrenholz bejagt.

Die Lebensbedingungen für Reh- und Niederwild haben sich im Bereich des Hegerings durch die Landwirtschaft, Zunahme an Neozoen ( zB. Waschbären, Marderhund ) und die Wiederansiedlung des Wolfes verschlechtert. Davon ist auch der Hegering Knesebeck betroffen. Der Rückgang des Niederwildes scheint unaufhaltsam. Die geringen Besätze an Hasen, Kaninchen, Rebhühner und Fasanen veranlassen die meisten Revierinhaber, auf die Bejagung zu verzichten. Im ganzen Hegering hat sich der Schwerpunkt von der Bejagung des Niederwildes zur Schalenwildbejagung verlagert. Um eine ausgewogene Artenvielfallt in den Revieren zu behalten, bleibt zu hoffen, daß das Interesse am Niederwild nicht nachlässt.

Jahreshauptversammlung und Trophäenschau 2013 des Hegering und der Reh- und Niederwildhegegemeinschaft Knesebeck

Normann Ziegenbein(Schneflingen) jetzt erster Hegeringleiter,

Gerhard Wegner(Radenbeck) neuer stellvertr. Hegeringleiter.

(hu)Knesebeck. Mit dem Signal „Begrüßung“, intoniert von der Jagdhornbläsergruppe, Leitung Barbara Salefsky, wurde die gut besuchte Jahreshauptversammlung mit Trophäenschau im Schützenhof Knesebeck eröffnet. Kommissarischer Hegeringleiter Normann Ziegenbein begrüßte die zahlreiche Mitglieder. Sein besonderer Gruß galt dem Vertreter des Kreisjägermeister Hartmut Röhling, dem Vorsitzenden der Jägerschaft Gifhorn Ernst Dieter Meinecke, dem Vorsitzenden der Hochwildhegegemeinschaft Wahrenholz Heinrich Schulze sowie den Hegeringleitern der benachbarten Bezirke Wittingen und Brome.

 

Auf Antrag der Kassenprüfer Edmund Laeseke und Marcus Benecke, wurde Schriftführerin Anne-Kathrin Peters und Kassenwart Nils Niebuhr, sowie der weitere Hegeringvorstand einstimmig entlastet. Zur neuen Kassenprüferin wurde Laura Wegner(Radenbeck) einstimmig gewählt.(Edmund Laeseke scheidet turnusmäßig aus.). Schießwart Ingo Adam bemängelte in seinem Jahresbericht, das mit 15 Teilnehmern beim internen Hegeringschießen, die Tendenz rückläufig ist.(sonst über 20 Teilnehmer!). Die Schützen des Hegering Knesebeck konnten im Schießstand Westerbeck den 13.Platz belegen. In Vorschau auf schießsportliche Veranstaltungen in 2013 gab er den 5. Mai und den 21. September 2013 bekannt. Die an diesem Abend ausgestellten Trophäen der Hegeschau, wurden im Vorfeld von Edmund Laeseke und Heinrich Backmeister bewertet. Letzterer lobte in seinem Bericht die sehr guten Trophäen der einzelnen Jagdkameraden in 2012. Allerdings ist der Abschuß von Rehwild rückläufig, nicht mal 50% (65-70% ist im Plan). Die vorgeführten 93 Stück Rehwildkronen teilen sich auf in 24 Jährlinge, 61 Mittelalter und 8  Böcke älter als 5 Jahre. Siegfried Nitz Knesebeck hatte die älteste Rehkrone (8 Jahre) angeliefert, den stärksten Bock streckte Ernst Schorling aus Ohrdorf .

 

In seinem anschließenden Streckenbericht gab komm.Hegeringleiter Normann Ziegenbein folgendes Jahresergebnis bekannt: 48 Stück Rotwild, 37 Stk. Damwild, 198 Stk. Schwarzwild,  241 Stk. Rehwild, 33 Stk. Haarwild, 74 Füchse, 6 Steinmarder, 10 Dachse, 7 Marderhunde, 3 Waschbären, 6 Nutria. Federwild: 5 Rebhühner, 4 Fasane, 26 Ringeltauben, 15 Stockenten.

Passend zu diesen Angaben wurde von den Bläsern das entsprechende Signal geblasen. Ziegenbein mußte leider das Problem des Nachsuchens von angeschossenem Wild ansprechen. Hier wird teilweise seitens der Jägerschaft „geschludert“. Dieses muß unbedingt besser gehandhabt werden, optimal wäre Nachsuche mit anerkannten Schweißhundgespannen. Der anschließende Punkt Wahlen brachte folgendes Ergebnis: kommissarischer Hegeringleiter Normann Ziegenbein (Schneflingen) wurde neuer Hegeringleiter. Gerhard Wegner(Radenbeck) stellvertretender Hegeringleiter(neu), Kassenführer Nils Niebuhr(Knesebeck)und Schriftführerin Anne-Kathrin Peters(Schneflingen), Schießwart Ingo Adam(Knesebeck) und stellvertr. Schießwart Kai Behne(Radenbeck), alle vier in Wiederwahl. Mit den musikalischen Beiträgen der Jagdhornbläsergruppe „Hubertusmarsch“ und „Verdener Jagdfanfare“, wurde der Punkt Wahlen abgeschlossen. In seinem folgenden Bericht ging der Vertreter des Kreisjägermeister Hartmut Röhling auf die gezeigten sehr starken Rot- und Damwildtrophäen ein. Auch die guten, starken Rehkronen an der Ausstellungswand wurden lobend erwähnt. Die Schwarzwildbestände haben regional stark zugenommen. Inzwischen wird auch im hiesigen Bereich schon Muffelwild gesichtet.

Fuchs, Dachs, Marderhund, Waschbär sollte man mit Fallen fangen. Hase, Rebhuhn, Fasan möglichst wenig bejagen, da die Verbreitung hier abnimmt. Fakt ist auch das der Wolf sich weiter ausbreitet – auch in unserem Bereich. Er steht unter Artenschutz und darf nicht erlegt werden. Um die Unfallzahlen zwischen Wild und Fahrzeugen zu senken, sind teilweise LED-Tafeln zum Hinweis auf Wildwechsel aufgestellt worden.

In seinem anschließenden Bericht wies Ernst-Dieter Meinecke(Barwedel), von der Jägerschaft Gifhorn, auf die Neuerungen des Schießstandes Westerbeck hin. Auf dem 5 ha großen Gelände wurde inzwischen das Schießheim fertiggestellt. Hier ist Platz für Lehrgänge, Übungsbetrieb Musik und andere jagdliche Veranstaltungen wie „Fallenstellen“. Diskussionsbedarf kommt neuerdings über „Bleigeschosse“ auf.- Es sind Bestrebungen angedacht, andere Materialien einzusetzen.

Heinrich Schulze, Vorsitzender der Hochwildhegegemeinschaft Wahrenholz erinnerte in seinem Bericht u.a. an die Gebiets übergreifende Jagd Boitzenhagen, Radenbeck, Schneflingen, Teschendorf, mit einer überwältigenden Strecke von Rotwild. Es wurden bis zu 250 Stück Rotwild im hiesigen Bereich vermutet, die für erheblichen Schälschaden in den Forstkulturen sorgten. Hohe Fallwildzahlen von Damwild wird aus dem Bereich Knesebeck II vermeldet. Beim Schwarzwild kommen die Rückmeldungen nur zögerlich. Die „Waidgerechtigkeit und Jagdethik“ sollte des Waidmanns höchstes Gut sein. Er beglückwünschte den neuen Vorstand und wünschte allen viel „Waidmannsheil“. Als Ehrenmitglieder des Hegerings wurden Ernst Elster(Knesebeck),Rudi Scholz und Heinrich Jordan(beide Radenbeck) aufgenommen. Susanne Adam(Knesebeck) bekam während dieser Versammlung ihren Jägerbrief überreicht. Otto Behne(Radenbeck) erhielt die Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft überreicht und Hans-Jürgen Schulz(Ohrdorf) wurde mit dem „Goldenen Rebhuhn“ ausgezeichnet. Mit einem kleinen Präsent verabschiedete neuer erster Hegeringleiter Normann Ziegenbein seinen Vorgänger Heinrich Schulze und schloß die Hegering & Reh- und Niederwildhegegemeinschafts Versammlung Knesebeck mit einem:

„Allen viel Waidmannsheil“.

Musikalisch wurde diese Versammlung von der Bläsergruppe mit dem „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl-Maria von Weber, abgeschlossen.

3. Neuer Hegeringleiter Norman Ziegenbein(rechts) mit seinem langjährigen Vorgänger Heinrich Schulze.
1. Otto Behne(Radenbeck) für 40 jährige Mitgliedschaft geehrt. Susanne Adam(Knesebeck) nahm Jägerbrief in Empfang. Hans-Jürgen Schulz(Ohrdorf) wurde mit dem Goldenen Rebhuhn um Hegeringverdienste geehrt(von links).
2. Alter/Neuer Hegeringvorstand(von links): Kai Behne, Ingo Adam, Gerhard Wegner,
Norman Ziegenbein, Nils Niebuhr, Anne-Kathrin Peters.