Bezirksversammlung der Jägerschaften des Bezirks Braunschweig in Gifhorn

Zu ihrer diesjährigen Versammlung trafen sich Vorstandsmitglieder und Kreisjägermeister der  17 Jägerschaften des Bezirks Braunschweig in der Landesjägerschaft Niedersachsen in dem „Tor zur Südheide“, Landkreis Gifhorn. Die Jägerschaft Gifhorn richtete das Treffen aus und Bezirksvorsitzender Hans Hesse begrüßte die Anwesenden zunächst in Dedelsdorf-Oerrel. Dort befindet sich das „Jagdmuseum Wulff“ (www.jagdmuseum.wulff.de), in dem eine der größten Trophäensammlungen Europas auf rund 650 qm präsentiert wird.

Nach dem ausführlichen Museumsrundgang unter kompetenter Führung durch die Räumlichkeiten, in denen sich die Jäger informieren ließen über:  Landschaftsdiorama, Waffenraum, Trophäengalerie, Afrikahalle und Kaminzimmer verabschiedeten sich die Teilnehmenden dankbar und trugen sich mit den Worten „…wir sind alle begeistert von diesem wunderbaren Museum…“ in das Gästebuch des Hauses ein.

Im Gespräch (v.l.n.r.): Dr. Dieter Hildebrandt (Jägerschaft Göttingen, stv. Bezirksvorsitzender), Hans Hesse (Jägerschaft Goslar, Bezirksvorsitzender), Ernst-Dieter Meinecke (Jägerschaft Gifhorn), Ralf G. Rahnert (Jägerschaft Northeim)

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Jagdmuseum Wulff in Oerrel erstrahlt in neuem Glanz

Nach monatelangen Umbauarbeiten öffnet am Dienstag, dem 8. Juli 2014 das Jagdmuseum Wulff in Oerrel seine Tore für die Öffentlichkeit. Die vielfältigen Facetten der Jagd, vor allem aber faszinierende Einblicke in die heimische Tierwelt werden anschaulich und mittels modernster Medien gezeigt.

Bereits am Samstag wurde im Rahmen einer Feierstunde die Ausstellung für geladene Gäste eröffnet. Rund 100 Gäste folgten der Einladung nach Oerrel. Der Vorsitzende der Stiftung Jagdmuseum Wulff, Ernst-Dieter Meinecke, konnte zahlreiche Vertreter aus Politik, Gesellschaft und der fördernden Institutionen begrüßen, darunter die Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp, die Landrätin Marion Lau und den Präsidenten der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke, sowie Vertreter der Geldgeber und der Jägerschaft. Die Jagdhornbläser der Jägerschaft Gifhorn umrahmten die Veranstaltung musikalisch.

„Die in die Jahre gekommene Ausstellung des Jagdmuseums wurde in weiten Teilen komplett erneuert. Es war uns ein wichtiges Anliegen die Jagd als Kulturgut aus verschiedenen Perspektiven vorzustellen. Formen und Aufgaben der Jagd, Wildtiere und ihre Lebensräume, Waffen früher und heute, Jagdhunde – all das und noch viel mehr können die Gäste des Jagdmuseums jetzt hautnah und spielerisch erleben. Computergesteuerte Installationen erwecken Szenen der Jagd zum Leben, an Pirschstationen lassen sich Wildtiere in ihrem Lebensraum entdecken, beim Jagdschein-Quiz kann jeder sein Wissen testen“, zeigt sich Ernst-Dieter Meinecke, Vorstandsvorsitzender des Jagdmuseums, begeistert von den neuen Angeboten. „ Aber auch auf Traditionen der Jagd, so wie sie der 1980 verstorbene Museumsgründer Günter Wulff zelebrierte und wie sie heute noch Bestand haben, werden nacherlebbar, zum Beispiel im Kaminzimmer beim Lauschen einer Jagdgesellschaft oder in der Hubertuskapelle, in der die Hubertuslegende über Audio-Guides vermittelt wird“, so Ernst-Dieter Meinecke.

 

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Über die mobilen Audiogeräte bekommen Gäste bei ihrem Rundgang durch die Räume alle wichtigen Informationen zu den Exponaten durch den Erzähler vermittelt, an Bildschirmen kann das Wissen vertieft werden, Spiele und Filme ermöglichen gerade jüngeren Gästen einen neuen Zugang und versprechen darüber hinaus großen Spaß. Aber natürlich können auch Schulklassen und andere Gruppen das Museum besuchen und bekommen auf Wunsch eine Führung durch die neue Ausstellung.

„Aus einer der größten Trophäensammlungen ist das wohl modernste Jagdmuseum in Deutschland entstanden. Die vorhandenen Exponate wurden völlig neu in Szene gesetzt und mit zahlreichen neuen Installationen als interaktive Informationsträger ergänzt. Durch die Berücksichtigung so wichtiger gesellschaftlicher Bereiche wie Natur- und Tierschutz, aber auch Landwirtschaft und Konsum wirft das Jagdmuseum einen ganzheitlichen Blick auf die Jagd in der heutigen Zeit. Damit hat sich das Jagdmuseum auch zu einem wichtigen touristischen Leistungsträger in der Südheide entwickelt. Eine intensive Kooperation mit dem benachbarten OTTER-ZENTRUM drückt sich auch im ab sofort erhältlichen Kombiticket aus“, so Mark Ehlers vom OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel, der den Umbau zusammen mit dem Vorstand des Jagdmuseums konzeptionell und fachlich begleitet hat.

Über 300 Tsd. Euro wurden in den vergangenen Monaten investiert, um auf einer Fläche von 650 Quadratmetern eine innovative Ausstellung nach modernsten didaktischen Kriterien zu errichten. Das Geld stammt aus dem Leader-Programm und beinhaltet EU-Gelder und kommunale Mittel. Außerdem hat sich der Lüneburgische Landschaftsverband, die Landesjägerschaft Niedersachsen, die Jägerschaft Gifhorn, die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, der Heimatverein Hankensbüttel sowie die Volksbank Hankensbüttel-Wahrenholz beteiligt. Auch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat aus dem Investitionsprogramm für kleine Museen in Niedersachsen Geld bereitgestellt. Das Konzept zur Umgestaltung wurde federführend von Mark Ehlers vom OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel erarbeitet, die Umsetzung erfolgte durch die renommierte Agentur cognitio aus Niedenstein in Hessen. Heimische Handwerksbetriebe wurden bei der Auftragsvergabe wo möglich berücksichtigt.

Die Öffnungszeiten des Jagdmuseums Wulff sind von Dienstag bis Freitag 14:00 – 18:00 Uhr, am Samstag und Sonntag von 13:00 – 18:00 Uhr. Montags bleibt das Jagdmuseum geschlossen. Kostenlos ist der Besuch des benachbarten großräumigen Wildgeheges mit Rot-, Schwarz-, Dam- und Muffelwild. Hinweise zur Anreise und den Eintrittspreisen finden sich auf der ebenfalls neuen Homepage des Jagdmuseums unter www.jagdmuseum-wulff.de.