Übergabe Entdeckermobil „Erlebnis NATUR“

Der Jägerschaft des Landkreises Celle e.V. vertreten durch den 1. Vors. Hans-Heinrich Matthies und der Jägerschaft Gifhorn e.V., vertreten durch die 1. Vorsitzende Marion Klopp wurde am 03.09.22 in Lüneburg ein Schlüssel für eines der drei Entdeckermobile übergeben. Zum Einsatz kommt das Mobil in den Landkreisen Celle und Gifhorn. 

Auf der Veranstaltung „Hermannsburg lädt ein“ wird das Entdeckermobil

am Samstag, den 10.09.2022 von 10.00 bis 13.00 UhrBillingstrasse 7, Hermannsburg  erstmalig zum Einsatz kommen.

Das Entdeckermobil ist ein Anhänger, der über interaktive Mitmachstationen Grundschulkinder einlädt, die Naturräume Niedersachsens kennenzulernen und die Natur selbst zu erforschen. „Mit dem Entdeckermobil können wir zu den Schulen fahren und die Schüler mit ansprechenden Medien in ihrer Lebenswelt abholen und sie für die Natur in Niedersachsen begeistern.“, so Andreas Liermann, Ansprechpartner für die Nutzung des Entdeckermobils im Landkreis Celle. 

Das Konzept für die Entdeckermobile wurde vom SCHUBZ Umweltbildungszentrum Lüneburg im Rahmen der Bildungsinitiative „ErlebnisNATUR –  Ist doch Ehrensache“ in Zusammenarbeit mit der Lüneburger Agentur nature Concept erarbeitet. Projektträger ist die Landesjägerschaft Niedersachsen in Kooperation mit dem Anglerverband Niedersachsen und dem Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. Im Rahmen der Initiative wurden vom SCHUBZ bis Mai 2022 niedersachsenweit insgesamt 200 ehrenamtlich engagierte Jäger und Angler in der Umweltbildung mit Kindern qualifiziert. Allein 12 davon aus der Jägerschaft Celle.

Mit der Übergabe der Schlüssel werden aktuell neun Entdeckermobile in verschiedenen Regionen Niedersachsens unterwegs sein. Dass das Konzept überall im Land einsetzbar ist, hat auch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung überzeugt. Die Stiftung unterstützt die Herstellung eines Mobils mit einer Fördersumme von ca. 30.000 Euro.

Text und Fotos:

Anne Friesenborg, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit

Jägerschaft Celle e.V.

 

Hinweis Änderung Kinderveranstaltungskalender – Wunderwald 2.0

Naturabenteuer WUNDERwald 2.0

Jahreszeitengruppe – Herbst

Wir starten wieder mit dem WUNDERwald 2.0, allerdings in verkürzter Form als Jahreszeitengruppe/Herbst! Wir treffen uns am 08. Oktober, 12. November und 17. Dezember jeweils von 10 bis 14 Uhr, um das Abenteuer Wald und Natur zu erleben und zu erforschen. Jeder Tag steht unter einem Motto, angepasst an den Monat, z.B. auf den Spuren der wilden Schweine, wo Fuchs und Dachs sich Gute Nacht sagen oder wir feiern Weihnachten im Wald. Wir fragen uns dabei, ob man Farben fühlen kann oder können Bäume sprechen? Aber auch Spiel, Spaß und Kreativität kommen nicht zu kurz. Zum Abschluss jeden Tages kochen und essen wir gemeinsam Passendes zum Thema.

Der Kurs ist für Kinder ab 8 Jahre und
wird von Diana Denzer und Corinna Michelsen
in Bokelberge durchgeführt

Kosten pro Kind 114 Euro 

Du hast Lust dabei zu sein? Dann melde Dich bei einem von uns an, die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Wir freuen uns über eine kurze Bewerbung, warum Du gern dabei sein möchtest oder was Dir an Wald und Natur besonders gefällt.

Diana Denzer | Kiefernweg 3 | 38539 Müden | 0176-54402797 WhatsApp
Corinna Michelsen | Bokelberge 3D | 38539 Müden | tiervital@t-online.de

 

 

Ver­bän­de be­kla­gen Bü­ro­kra­tie 

Dia­log mit Um­welt­mi­nis­ter Lies zu Wolf, Was­ser und An­trä­gen

VON SIEG­FRIED GLASOW

Umweltminister Olaf Lies (4. v. l.) inmitten Vertreterinnen und Vertretern aus Kreisjägerschaft, Landwirtschaft, Landfrauen, Natur- und Umweltschutz, Beregnungsverband und Wolfsberater beim fachlichen Austausch untereinander. Fotos: Glasow 

Land­kreis Gif­horn / Dan­nen­büt­tel – Mit Ver­tre­tern der Kreis­jä­ger­schaft, der Land­wirt­schaft, den Land­frau­en, der Ko­or­di­nie­rungs­stel­le der Natur- und Um­welt­schutz­ver­bän­de, dem Be­reg­nungs­dach­ver­band und einem Wolfs­be­ra­ter un­ter­hiel­ten sich nun Nie­der­sach­sens Um­welt­mi­nis­ter Olaf Lies, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Phil­ipp Raulfs und Land­tags­kan­di­da­tin Kir­sik­ka Lans­mann (alle SPD) über die Pro­ble­me im Land­kreis Gif­horn: den Um­gang mit dem Wolf, der Tro­cken­heit und bü­ro­kra­ti­sche Hür­den.

Ein­ge­la­den hatte die Vor­sit­zen­de der Jä­ger­schaft Gif­horn, Ma­ri­on Klopp, auf das Gut Da­ge­brück nach Dan­nen­büt­tel, um zu­sam­men mit den an­de­ren Ver­bän­den für eine Wer­tig­keit in der Re­gi­on zu spre­chen.

Kreis­jä­ger­meis­ter Kars­ten Lacü hatte eine Bil­der­ga­le­rie über die Wolfs­ris­se zu­sam­men­ge­stellt und über die Ver­brei­tung der Wölfe in den Land­krei­sen Gif­horn und Celle be­rich­tet. Wolfs­be­ra­ter Carlo Laser aus Win­kel mach­te deut­lich, dass es sehr schwie­rig sei, einen Wolf nach einer DNA-Ana­ly­se zu ent­neh­men, denn der Wolf würde die DNA nicht auf dem Kopf tra­gen. Lies stimm­te dem zu und er­klär­te, dass in solch einem Fall ein Wolf aus dem Rudel ent­nom­men wer­den soll­te. „Für die Jäger ist ein Wolfs­ab­schuss immer mit ge­misch­ten Ge­füh­len ver­bun­den“, so Lacü, der hier eine klare Ge­set­zes­la­ge ver­mis­se, die von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­ge­ben wer­den müsse. Die Wei­de­tier­hal­ter wür­den ge­zwun­gen, ihre Tiere durch ent­spre­chen­de Zäune zu schüt­zen, trotz­dem käme es immer wie­der zu Wolfs­ris­sen. Einig war man sich dar­über, dass man auch in Zu­kunft mit dem Wolf leben muss, aber die Po­pu­la­ti­on in Gren­zen hal­ten soll­te.

Ein ak­tu­el­les Thema stieß Hen­ning Gott­schalk aus Mei­ner­sen vom Dach­ver­band der Feld­be­reg­ner an, das vor allem Joa­chim Zeid­ler, Vor­sit­zen­der des Land­volk-Kreis­ver­ban­des Gif­horn, und Ge­schäfts­füh­rer Klaus-Die­ter Böse in­ter­es­sier­te. Die Was­ser­knapp­heit durch den re­gen­ar­men Som­mer be­schäf­ti­ge nicht nur Land­wir­te, son­dern auch die Um­welt­schüt­zer, wie Ste­fa­nie Hill­mann, Ge­schäfts­füh­re­rin der Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le der Natur- und Um­welt­schutz­ver­bän­de im Land­kreis Gif­horn (KONU) an­merk­te. Der Um­welt­mi­nis­ter sprach davon, aus einem Ent­wäs­se­rungs­sys­tem ein Was­ser­ma­nage­ment­sys­tem schaf­fen zu wol­len, um die Pro­ble­me in der Land­wirt­schaft zu lösen.

Dabei kam auch der Nie­der­säch­si­sche Weg zur Spra­che, eine in die­ser Form bun­des­weit ein­ma­li­ge Ver­ein­ba­rung zwi­schen Land­wirt­schaft, Na­tur­schutz und Po­li­tik, der die Ak­teu­re ver­pflich­tet, kon­kre­te Maß­nah­men für einen ver­bes­ser­ten Natur-, Arten- und Ge­wäs­ser­schutz um­zu­set­zen. Dabei kri­ti­sier­ten die Ver­tre­ter der Ver­bän­de, dass eine über­trie­be­ne Bü­ro­kra­tie die Ar­beit be­hin­de­re. För­der­an­trä­ge schei­ter­ten an den Hür­den oder der lan­gen Be­ar­bei­tungs­zeit in den Äm­tern. „An­hand der be­stehen­den Öko­sta­tio­nen, die fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wur­den, ist aber noch kein Geld für die Maß­nah­men ge­flos­sen“, merk­te Hill­mann an.

Lies ant­wor­te­te, dass von Be­ginn der Le­gis­la­tur­pe­ri­ode 2017 bis heute jähr­lich 100 Mil­lio­nen Euro in den Na­tur­schutz ge­flos­sen seien und dass man na­tür­lich auch die Maß­nah­men davon be­zah­len müsse. „Über die Lan­des­mit­tel fi­nan­zie­ren wir den Nie­der­säch­si­schen Weg und über EU-Mit­tel fi­nan­zie­ren wir die Groß-Pro­jek­te“, so Lies, der al­ler­dings auch auf die strik­ten Vor­ga­ben für die An­trä­ge hin­wies. Und da setze wie­der die Bü­ro­kra­tie ein, die viele För­der­an­trä­ge zu­nich­tema­chen würde. Hier kämen im Ge­gen­satz zu den Mit­teln aus dem EU-Topf die För­der­mit­tel des Lan­des zum Tra­gen, die we­sent­lich ein­fa­cher struk­tu­riert wor­den seien.

 

Zweitausendstes Mitglied in der Jägerschaft begrüßt

Völlig überrascht ist Viola Haverland, als Marion Klopp mit Ihren Vorstandskollegen in die erste Lehrgangs-Stunde des Jungjägerkurses „hineinplatzt“, um sie mit einem Blumenstrauß als 2.000stes Mitglied in der Jägerschaft Gifhorn e.V. zu begrüßen. Sie freut sich: „Ich krieg nie Blumen!“.

Mit 32 stark motivierten, an Hege, Pflege, Naturschutz und Waidgerechtigkeit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, hat Ralf Müller als Lehrgangsleiter in den nächsten neun Monaten die verantwortungsvolle Aufgabe, mit seinem Ausbilder-Team die Lerninhalte zu vermitteln und zu untermauern. Der Prüfungstermin in 2023 ist „noch weit“ entfernt, aber der Weg dahin ist mit zum Teil sehr anspruchsvollen und intensiven Übungstagen belegt.

Viola Haverland, 32jährige Medizinische Kodierfachkraft aus der Sassenburg,  hat sich sorgfältig mit dem Gedanken der Ausbildung zur Jägerin beschäftigt und dafür entschieden: „Ich fühle mich mit verantwortlich und verpflichtet, Naturschutz umzusetzen. Das ist heute gar nicht mehr so einfach!“ Sie stellt sich vor, über ihre Prüfung hinaus in der Jägerschaft ehrenamtlich mitzuarbeiten. Von Haus aus hatte sie zuvor keine Berührungspunkte mit der Jagd. Erst durch Freunde und Bekannte ist sie „auf den Geschmack“ gekommen“.

„In unserer Jägerschaft ist eine starke Steigerung des Interesses an der Jungjägerausbildung mit 13 jungen Frauen zu verzeichnen“, stellt Vorsitzende Marion Klopp fest. Dieses Interesse ist auch an der gesamten Nachfrage zu erkennen. Für die nächsten zwei Jahre sind die Kurse bereits ausgebucht.

2022-08-19, Angela Heider, Presse

v.l.n.r. : KJM Karsten Lacü, Angela Heider (Vorstand), Viola Haverland (Kursteilnehmerin), Marion Klopp (1.Vorsitzende), Ralf Müller (Ausbildungsleiter).

Seeadlerrettung

Am 10.08.2022 haben Niels Meyer-Först und Greta Köhler einem Seeadler das Leben gerettet.

Der adulte Vogel befand sich den ganzen Tag auf dem landwirtschaftlichen Gelände der Familie Köhler in Westerbeck und zeigte keinerlei Fluchtverhalten.

Diese abnorme Verhaltensweise führte dazu, dass Niels Meyer-Först den offensichtlich stark geschwächten und unterernährten Vogel gesichert hat und einer fachmännischen, falknerischen Erstversorgung unterzogen hat.

Nach vier Eintagsküken und einer erholsamen Nacht wurde der Seeadler in die Wildtier- und Auffangstation nach Sachsenhagen gebracht.

Der diensthabende Tierarzt stellte einen starken Gefiederschaden fest, der vermutlich typisch für eine Kollision mit Windrädern oder Überlandleitungen sei. Allerdings sind die Prognosen einer schnellen Erholung für den Vogel gut, so dass er in absehbarer Zeit wieder in sein Revier entlassen werden kann.

Nadine Leifeld

 

Ausschreibung Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen mit der Langwaffe/Kurzwaffe

Die Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen mit der Langwaffe/Kurzwaffe findet als Mannschaft- und Einzelwettbewerb statt.
Ort: Schießanlage Westerbeck
Termin: 27.08.2022 und 28.08.2022
Ablauf: Beginn des Schießens 27.08.22 ab 08.00 Uhr, 28.08.22 ab 08:00 Uhr
Auf die Bestimmungen des DJV Schießvorschrift vom 01.03.15 wird verwiesen.
Jagdliche Kleidung und ein jagdlicher Anschlag (siehe DJV-Schießvorschrift von 01.03.15) werden vorausgesetzt.
Jeder Teilnehmer muss einen gültigen Jagdschein besitzen. Der Nachweis ist bei Schießkartenausgabe vorzulegen.
Teilnehmer: Alle Jäger/in der Jägerschaft Gifhorn, die im Besitz eines gültigen Jagdscheines sind. Keine Zweitmitgliedschaft in Hegeringen.
Disziplin: Kombiniertes Büchsen- und Flintenschießen sowie Kurzwaffe entsprechend der DJV-Schießvorschrift.

Wettkampfklassen:
Junioren: 1995 und jünger
Offene Klasse: ab 1994– 1966
Altersklasse 1958 bis 1967
Senioren 1957 und älter
Damen offene Klasse

Waffen und Munition:
Büchsen – ab Kal.22 Hornet
Flinten bis Kaliber 12
Munition Skeet 24 gr., 2,0 mm; Trap 24 gr.; 2,4 mm

Schießleitung: Markus Müller, Detlef Schulze, Ralf Müller, Bjarne Meinecke

Verstöße gegen die Regelungen führen zur sofortigen Disqualifikation.

Wertung: Es erfolgt Einzelwertung in den Wettkampfklassen und Mannschaftswertung. Die Mannschaft besteht aus 6 Jägern/in unabhängig von den Klassen, die 4 Besten werden gewertet.

Grundlage für die Wertung ist die DJV-Schießnorm.

Die Sieger und Erstplatzierten (Plätze 1-3) erhalten Pokale/Medaillen.

Nenngebühr:
je Mannschaft: 150€
je Einzelschütze: 25€
je Ummeldung: 10€

Die Zahlung wird erbeten an:
Jägerschaft Gifhorn IBAN: DE78 2695 1311 0016 3006 00
Verwendungszweck : KM 2022 Hegering ……..

Startgeld: ist gleich Reue Geld. Bei einer Um- oder Ersatzmeldungen werden 10,-€ erhoben
Protestgebühr: 50,00 € (verbleibt bei der Ablehnung des Protestes in der Wettkampfkasse)

Meldung: Die Teilnahmemeldung ist bis zum 12.08.22 an Ralf Mueller, Müdenerstr.18, 38536 Meinersen/Ahnsen zu richten. Bitte per Mail an
mueller.ahnsen@t-online.de

Zur Meldung der Kreismeisterschaft sind die im Anhang befindlichen Meldeblätter zu verwenden. Wir bitten um exaktes und leserliche Ausfüllung. Das bezieht sich auch auf die Startkarten am Tag der Kreismeisterschaft.

Siegerehrung:
Die Siegerehrung erfolgt am 28.08.22 für alle Klassen ca. 1 Stunde nach Beendigung des Schießens. Nicht anwesende Schützen verzichten auf die Ehrenpreise!!! Ich bitte die Sieger der Wanderpokale des letzten Jahres darum, das die Pokale mit Gravur und in einem ordentlichen Zustand befinden und spätestens 1 Woche vor der Kreismeisterschaft auf dem Schießstand abzugeben sind.

Änderungen der Ausschreibung bleiben dem Veranstalter vorbehalten.

gez.: Jägerschaft Gifhorn Kreisschießobmann Markus Müller Bjarne Meinecke

Anmerkung: Sollte es der Fall sein das ein Hegering keine Schützen zur Kreismeisterschaft meldet, erbitte ich trotzdem um eine Fehlmeldung.

Für das Büchsenschießen müssen pro Mannschaft (6 Schützen) mindestens 3 Waffen zur Verfügung stehen, um einen Reibungslosen und zeitlichen Ablauf des Wettkampfes zu gewährleisten.

Hundewesen der Jägerschaft Gifhorn – Body Talk Nonverbale Kommunikation mit dem Hund

Die Jägerschaft Gifhorn hat am 14./ 15. Mai 2022 im Bereich Hundewesen ein Seminar der anderen Art für Hundeführer angeboten und Jäger und Nicht-Jäger dazu eingeladen.

Statt klassisches Training, wie „Apportieren“, „Rückruf“ oder „Schweißarbeit“, wurde in Zusammenarbeit mit der Seminarleiterin Christel Löffler, Tierverhaltenstherapeutin, die nonverbale Kommunikation mit unseren Hunden etwas genauer betrachtet.

Was ist eigentlich nonverbale Kommunikation?

Einfach erklärt: Unsere Hunde kommunizieren innerartlich nonverbal. Aus diesem Grund achten Hunde vorrangig auf unsere ganzheitliche Körpersprache, auf die Signale, die wir senden. Auch wir Menschen „reden“ non verbal. Allerdings meist unbewusst.

Zu Beginn des zweitägigen Seminars wurden in einer Vorstellungsrunde die bestehenden Probleme, eventuelle Konflikte sowie Wünsche und Vorstellungen besprochen. Sind Hundeleute hauptsächlich darauf fokussiert mit ihren Hunden durch Gehorsam und ständig verbale Befehle zu interagieren und zu diskutieren, wurden sie hier sehr schnell eines Besseren belehrt. Umdenken, weg von den alten Zöpfen, war nun angesagt.

Bei bestem Wetter und mit gut gelaunten, hoch motivierten Hundemenschen wurde erst einmal in Mensch-Mensch-Übungen geübt, nonverbal zu kommunizieren. Die eigene Körpersprache einsetzen, die Balance zwischen Nähe und Distanz finden.

Mit viel Spaß, und so manch lustiger Situation, haben die Teilnehmer sehr schnell gelernt, dass es möglich ist, sich ohne Worte Wirkung zu verschaffen.

Doch wie übertrage ich das auf meinen Hund?

Dank Christel Löffler und ihrer entspannten, professionellen Art mit Menschen und Hunden umzugehen, ist es bereits am ersten Tag bei allen Teilnehmern zu positiven Veränderungen in ihrer Beziehung zu ihrem Hund gekommen.

Am 2. Tag wurde im Einzelcoaching noch einmal mit jedem Mensch-Hund-Team gezielt gearbeitet, und das Erlernte gefestigt.

 

Der knurrige Labrador war erleichtert, dass „Frauchen“ kommentarlos die Führung übernommen hat.

Die Weimaraner haben nun den Unterschied zwischen Unabhängigkeit und Bindung verstanden.

Die Münsterländer finden es toll, sich an ihrem Menschen zu orientieren

Der Drahthaar Rüde ist erstaunt, dass Frauchen im zeigt, wer in ihrer Beziehung das Sagen hat.

Der Vizsla darf einfach mal selber denken, und braucht seinen Frust nicht mehr bei seinem Menschen abladen.

Der Herdenhund lässt sich entspannt führe.

 

Sogar der ängstliche Terrier hat in 2 Tagen begriffen, dass Männer keine Bedrohung sind und Nähe nett sein kann. In zwei interessanten und spannenden Tagen hat Christel Löffler ein anderes Verständnis zwischen Mensch und Hund vermittelt, gezeigt, wie wir unsere Körpersprache bewusst einsetzen können, wie wir auf unseren Hund wirken und nonverbal mit ihm kommunizieren können. Allen Teilnehmer haben diese beiden Tage so gut gefallen, dass im Juli 2023 wieder ein Seminar mit Christel Löffler stattfinden wird. Besonders die Nicht-Jäger waren von diesem Seminarangebot und der Bereitwilligkeit der Jägerschaft, auch „normale“ Hundeführer teilnehmen zu lassen, begeistert. Hat es doch zu einem besseren Verständnis und einem lockeren Miteinander geführt.

 

FalknerInfostand – 800 Jahrfeier Groß Oesingen

 

Am 9./10.07.2022 feierte Groß Oesingen die 800 Jahrfeier und wir waren mit den „Beizjägern“ ebenfalls ein Teil des umfangreichen Programms rund um die Feierlichkeiten.

Am 10.07. bauten wir unseren Falkner-Infostand auf dem Hof von E. A. von der Ohe auf. Mit vier Falknern (v.l.n.r. N. Leifeld, P. Lanquillon, K. Pöll, N. Meyer-Först) präsentierten wir das Infomaterial des „Deutschen Falknerordens“ und konnten so die Fragen der zahlreichen Besucher beantworten.

Aufgrund der derzeit stattfindenden Mauser (Gefiederwechsel) der Vögel blieben diese in ihrer heimischen Umgebung und wir präsentierten ausschließlich den Wanderfalken von Peter Lanquillon. Dieser hatte noch seine Frettchen im Gepäck, die bei den Kindern großen Anklang fanden.

Gerne haben wir im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit den Hegering Groß Oesingen unterstützt.

Falknersheil

Nadine Leifeld

800 Jahr-Feier in Gr. Oesingen am 09. und 10. Juli

Am 09. Juli ab 12:00 Uhr und am 10. Juli ab 10:00 Uhr finden in Gr. Oesingen anlässlich des 800-jährigen Bestehens des Ortes verschiedene Veranstaltungen auf den Höfen und im Ort statt.
Auch der Hegering Gr. Oesingen ist mit verschiedenen Angeboten auf dem Hof von der Ohe, Klein Oesinger Str. 8, vertreten.
So werden neben Getränke auch verschiedene Wildspezialitäten angeboten. Das Infomobil der Jägerschaft wird vor Ort sein.
Am Sonntag gibt es über den Tag verteilt zusätzlich Angebote, z. B. einen Falkner-Infostand und ein kleines Laser-Schießkino.
 
Ein besonderes Highlight soll der Auftritt des Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn um 16:00 Uhr werden.
 

Naturabenteuer WUNDERwald 2.0

Nach den Sommerferien starten wir mit einer neuen Jahresgruppe, dem

Naturabenteuer WUNDERwald 2.0

Im Verlauf der Jahreszeiten gibt es einmal im Monat, samstags von 10 – 14 Uhr, viele tolle Aktionen draußen im Wald und auf dem Tierhof in

Im Verlauf der Jahreszeiten gibt es einmal im Monat, samstags von 10 – 14 Uhr, viele tolle Aktionen draußen im Wald und auf dem Tierhof in Bokelberge machen. Jeder Samstag steht unter einem anderen Motto, wie z. B.

„was kreucht und fleucht durch Wald und Flur“, „die wilden Schweine“, „Spurensuche“, „Bäume – die großen, grünen Riesen“, „Weihnachten im

Wald“, „Feuer und Holz“, „wo Fuchs und Dachs sich Gute Nacht sagen“, „alles summt und

brummt“ und einiges mehr! Wir bauen viele Dinge für die Tiere, pflanzen Sträucher und sähen

Blühstreifen, erkunden den Wald im Dunkeln, kochen über dem Lagerfeuer usw. Aber auch

Spiel, Spaß und Kreativität kommen nicht zu kurz, wobei uns die Förderung deiner

Sinneswahrnehmung am Herzen liegt., wie z. B. „wie fühlen sich Farben an“ oder „können

Bäume sprechen“ oder „wie sieht der Wald auf dem Kopf aus“. Zum Abschluss des Tages

kochen und essen wir gemeinsam Passendes zum Thema.

 

Jagdhornbläser Isenhagener Land werden Landessieger in Springe

Die Jagdhornbläser Isenhagener Land wurden am letzten Wochenende Landessieger im Jagdhornblasen auf dem LJN-Landeswettbewerb in Springe.

Die Bläsergruppe ist mit jeweils einer Bläsergruppe in der Klasse B und C gestartet. Die C-Gruppe bestand aus 10 Bläsern, von denen 8 Bläser erstmalig am Wettbewerb teilnahmen. Unter der Leitung von Volker Smilowski errang die Gruppe den 4. Platz mit 907 Punkten.

Die B-Gruppe hatte sich 2018 qualifiziert, um in der Klasse B zu starten. Nach 2 Jahren Pandemie konnte die Gruppe an ihrer damaligen guten Leistung wieder anknüpfen und diesmal den Landessieg mit 928 Punkten holen! Die Gruppe mit 8 Bläsern unter der Leitung von Stefan Niebuhr ist nun für eine Teilnahme in der Klasse A qualifiziert.

Aus dem Kreis Gifhorn nahm außerdem eine Gruppe unter der Leitung von Karl-Heinz Döweling aus dem Hegering Hillerse in der Klasse A teil. Mit 10 Bläsern errang die Gruppe einen sehr guten 6. Platz.

Im kommenden Jahr findet der Bundesbläserwettbewerb statt, an dem die Gruppe aus dem Hegering Hillerse teilnehmen wird.

Die Jagdhornbläser Isenhagener Land bieten aktuell einen Einsteiger-Kurs an, Ansprechpartner ist Stefan Niebuhr unter 0171 4387685.

Horrido und Waidmannsheil allen erfolgreichen Bläsern!

20.06.2022, mr

B- und C-Gruppe der Jagdhornbläser Isenhagener Land – Landessieger
A-Gruppe des Hegering Hillerse

Neuer Lei­ter für den He­ge­ring Brome 

Stell­ver­tre­ter Klaus Fehse nach 46 Jah­ren Vor­stands­ar­beit ver­ab­schie­det

Brome – Der He­ge­ring Brome hat einen neuen Lei­ter. In das auf­grund eines To­des­falls va­kan­te Amt wurde wäh­rend der Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Gast­haus Glupe ein­stim­mig Jens-Tor­ben Trump aus Tülau ge­wählt. Auch der Stell­ver­tre­ter­pos­ten wurde be­setzt. Nach 46 Jah­ren im Vor­stand trat Klaus Fehse, der bis­her die kom­mis­sa­ri­sche Lei­tung in­ne­hat­te, von sei­nem Amt zu­rück.

Seit 1976 hatte Fehse zu­nächst und bis 1993 das Amt des Schrift­füh­rers inne, bevor er 1993 stell­ver­tre­ten­der He­ge­ring-Lei­ter wurde. 2003 führ­te er zudem das Schwarz­wild­mo­ni­to­ring ein und en­ga­gier­te sich in der Blä­ser­grup­pe. Für Fehse wähl­te die Ver­samm­lung Kars­ten Böse, wie­der­ge­wählt wurde Kas­sie­rer Jörg Gäde. Ge­wählt wurde auch Eli­sa­beth Reich. Damit ist der Vor­stand wie­der kom­plett. Nicht so sieht es bei den Ob­leu­ten aus. Für das Hun­de­we­sen trat Kay Ban­nier nicht mehr an, und auch für den Na­tur­schutz und die Jagd­horn­blä­ser fand sich nie­mand. Ob­mann für das Schieß­we­sen bleibt Hol­ger Jel­pke, Fehse übt das Amt des Ob­manns für das Schwarz­wild-Mo­ni­to­ring wei­ter aus.

Dass das der­zeit be­son­ders wich­tig ist, zeige die Afri­ka­ni­sche Schwei­ne­pest, mit der die Auf­ga­ben dem­nächst wei­ter stei­gen wer­den, sagte Trump. In sei­nem letz­ten Be­richt zog Fehse Bi­lanz über die letz­ten zwei­ein­halb Jahre. „Das war für uns co­ro­na­be­dingt ver­samm­lungs- und event­los. Erst im letz­ten Herbst und die­sem Früh­jahr konn­ten wir wie­der Jagd­päch­ter-Ver­samm­lun­gen ab­hal­ten.“

Mehr Wölfe in der Re­gi­on als ge­dacht?

In den Re­vie­ren der Jäger wur­den seit Sep­tem­ber 2020 meh­re­re Wolfs­spu­ren in den Re­vie­ren ent­deckt. Op­fer­tie­re mit Kehl­biss, ein im Stra­ßen­ver­kehr ge­tö­te­ter Wolf, zwei ge­tö­te­te Käl­ber und meh­re­re Wolfs­auf­nah­men (ge­macht von Wild­ka­me­ras) und Sich­tun­gen in frei­er Natur sind be­legt. „Wir haben mehr Wölfe als uns in der Öf­fent­lich­keit be­rich­tet wird“, sagte Fehse. „Die Land­schaft des Na­tur­schutz­ge­bie­tes Dröm­ling ist ab­hän­gig vom äsen­den Wild und frei gra­sen­dem Wei­de­vieh. Bei­des kann man nicht ein­pfer­chen, wenn man Na­tur­schutz­zie­le er­rei­chen will“, merk­te Fehse an.

Eben­falls kri­ti­sier­te Fehse die ganz­jäh­ri­ge Jagd­zeit auf Reh­bö­cke. Die „grö­ß­ten Vo­gel­räu­ber“, wie Krähe und Els­ter, ge­nie­ßen da­ge­gen „aus­ge­dehn­te Schon­zei­ten von fast einem hal­ben Jahr“, wäh­rend der Rück­gang der Vo­gel­ar­ten un­auf­hör­lich vor­an­schrei­tet. Die Jäger seien nicht nur Na­tur­nut­zer, son­dern auch Na­tur­schüt­zer, stell­te er klar.

Durch viele Maß­nah­men wür­den viele Tiere ge­schützt, an­ge­fan­gen von In­sek­ten bis hin zu Kit­zen oder Bo­den­brü­tern.

Jens-Torben Trump (2.v.r.) ist neuer Hegeringleiter. Klaus Fehse (3.v.l.) legt sein Stellvertreter-Amt nach 46 Jahren nieder.

 Bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Brome wurden auch zahlreiche Mitglieder geehrt. Darunter wurden auch einige Jägerbriefe verteilt. Fotos: ohse

Freitag20. Mai 2022Isenhagener Kreisblatt / Lokales

Auf einen Blick 

Eh­run­gen: Hein­rich Lange (Tülau, 50 Jahre Mit­glied­schaft), Wil­fried Klopp (Zi­che­rie), Jörg Ritz­mann (Zi­che­rie), Bern­hard Deutsch (Zi­che­rie, alle 40 Jahre), An­dre­as Kra­mer (Brome, 25 Jahre), Wil­fried Röb­bel (Voit­ze, Eh­ren­mit­glied).

Jä­ger­brie­fe: Thilo Köll­ner (Brome), Jan-Phil­lipp Ban­nier (Croya), Thies Hen­drik Fle­gel (Zi­che­rie), Alma-Mara Ha­ge­mann (Croya), Georg Jo­han­nes von Helmst (Croya), Wil­helm Pape (Tülau), Fides So­phia Schul­ze (Wis­we­del), Leif Schul­ze (Tülau), Dirk Wie­se­jahn (Tülau), Kat­rin Jahn­kow (Croya, alle Jä­ger­brie­fe).

Auf einen Blick 

Eh­run­gen: Hein­rich Lange (Tülau, 50 Jahre Mit­glied­schaft), Wil­fried Klopp (Zi­che­rie), Jörg Ritz­mann (Zi­che­rie), Bern­hard Deutsch (Zi­che­rie, alle 40 Jahre), An­dre­as Kra­mer (Brome, 25 Jahre), Wil­fried Röb­bel (Voit­ze, Eh­ren­mit­glied).

 

Jä­ger­brie­fe: Thilo Köll­ner (Brome), Jan-Phil­lipp Ban­nier (Croya), Thies Hen­drik Fle­gel (Zi­che­rie), Alma-Mara Ha­ge­mann (Croya), Georg Jo­han­nes von Helmst (Croya), Wil­helm Pape (Tülau), Fides So­phia Schul­ze (Wis­we­del), Leif Schul­ze (Tülau), Dirk Wie­se­jahn (Tülau), Kat­rin Jahn­kow (Croya).

Nu­tria – ver­kann­te De­li­ka­tes­se?

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) zählt die Nutria zu den 100 weltweit besonders problematischen invasiven Arten. Hierzulande lassen sich die Tiere relativ leicht mit gewässernahen Fallen fangen. Foto: Mittank
 
Samstag7. Mai 2022Isenhagener Kreisblatt
 

Nutrias wurden einst wegen ihres Pelzes nach Deutschland auf Farmen geholt. Mittlerweile hat sich die aus Südamerika stammende Tierart über das gesamte Bundesgebiet ausgebreitet. Gut 100 000 der Nager wurden zuletzt innerhalb eines Jahres von Jägern erlegt. Eine kulinarische Verwertung bleibt allerdings meist aus.

„Die Be­ja­gung die­ser in­va­si­ven ge­biets­frem­den Tier­art ist lei­der un­um­gäng­lich, da sie wei­test­ge­hend der Scha­dens­ab­wehr dient“, teil­te jüngst ein Spre­cher des Lan­des­jagd­ver­ban­des mit. Denn durch ihre un­ter­ir­di­schen Gänge be­schä­dig­ten die Nager Was­ser­schutz­däm­me und ver­nich­te­ten weite Teile von Schilf­gür­teln. Auch so man­che land­wirt­schaft­li­che Frucht wie etwa Mais und Rüben wird nicht ver­schmäht.

Dabei müss­ten die er­leg­ten Ka­da­ver nach An­sicht des Lan­des­jagd­ver­ban­des kei­nes­wegs un­ge­nutzt weg­ge­wor­fen wer­den. Das Fell der Tiere, die auch als Sumpf­bi­ber oder Bi­ber­rat­te be­zeich­net wer­den, eigne sich mit bis zu 17 500 Haa­ren pro Qua­drat­zen­ti­me­ter zur Ver­ar­bei­tung als Pelz. Das ge­schmol­ze­ne Fett werde man­cher­orts bei der Lin­de­rung von Bron­chitis­sym­pto­men oder einer Lun­gen­ent­zün­dung ein­ge­setzt. Auch das Fleisch gelte in vie­len Län­dern der Welt als De­li­ka­tes­se.

Ge­schmack „zwi­schen Span­fer­kel und Ka­nin­chen“

Dass die ku­li­na­ri­schen Vor­zü­ge des zar­ten und laut Ken­nern „an eine Mi­schung aus Span­fer­kel und Ka­nin­chen“ er­in­nern­den Nu­triaf­lei­sches in Deutsch­land bis­her wenig zur Gel­tung kamen, liegt laut Jagd­ver­band auch an dem ge­rin­gen Be­kannt­heits­grad der Tiere. Au­ßer­dem mute mög­li­cher­wei­se das Er­schei­nungs­bild der Nager oft un­ap­pe­tit­lich an. „Die gro­ßen oran­gen Zähne und der lange nack­te Schwanz äh­neln ja doch eher einer Ratte, wel­che man nicht mit einem wert­vol­len Nah­rungs­mit­tel in Ver­bin­dung brin­gen würde“, heißt es sei­tens des Jagd­ver­ban­des.

Hor­ren­de Prei­se

Unter Fein­schme­ckern und Fleischlieb­ha­bern, die das Neue und Au­ßer­ge­wöhn­li­che su­chen, soll Nu­triaf­leisch der­weil einen klei­nen Boom er­le­ben. Viel­leicht lässt sich damit auch der hor­ren­de Preis von rund 50 Euro pro Kilo er­klä­ren, für den das Fleisch von einer Metz­ge­rei aus Chem­nitz in ihrem On­line­shop der­zeit an­ge­bo­ten wird. Bei Schlacht­ge­wich­ten zwi­schen drei und fünf Kilo kom­men so 150 bis 250 Euro für den Sonn­tags­bra­ten zu­sam­men. Deut­lich güns­ti­ger soll­te es da beim Jäger aus der Re­gi­on wer­den.

Ein Um­stand, der auch viele Weid­män­ner und -frau­en davon ab­ge­hal­ten hatte, die Nager zu pro­bie­ren, lag darin, dass bei Nu­tri­as – eben­so wie bei Haus- und Wild­schwei­nen – vor der Ver­ar­bei­tung zum Le­bens­mit­tel eine Un­ter­su­chung auf Tri­chi­nen ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben war. Nach einer Ein­schät­zung des Bun­des­in­sti­tuts für Ri­si­ko­be­wer­tung (BfR) ist die Un­ter­su­chungs­pflicht auf­grund der rein pflanz­li­chen Er­näh­rung der Tiere seit Mitte 2020 nicht mehr nötig.

Der Ur­sprung der deut­schen Nu­tri­as

Nu­tri­as, die mit Aus­nah­me des Schwan­zes dem Biber äh­neln, stam­men aus Süd­ame­ri­ka und wur­den laut Deut­schem Jagd­ver­band (DJV) be­reits ab dem Jahr 1880 in Deutsch­land wegen ihres Flei­sches und ihres Fells in Far­men ge­hal­ten. In der ehe­ma­li­gen DDR er­leb­te die Nu­tria­zucht ab den 1960er Jah­ren einen Boom. Die Felle wur­den häu­fig gegen De­vi­sen ins Aus­land ver­kauft, das Fleisch kam auf die hei­mi­schen Tel­ler. Mit der Wende kam im Zuge eines Nach­fra­ge­ein­bruchs für die meis­ten Far­men das Aus. Nicht sel­ten wur­den die Tiere ein­fach frei­ge­las­sen. Ent­kom­me­ne Tiere grün­de­ten ei­ge­ne Po­pu­la­tio­nen und be­sie­del­ten Flüs­se, Seen und Tei­che. Die Zahl der jähr­lich er­leg­ten Tiere ist ein An­zei­chen dafür, dass sich die Nager stark aus­brei­ten. So wur­den in der Jagd­sai­son von April 2020 bis März 2021 bun­des­weit 101 108 Nu­tri­as er­legt – das waren laut DJV 57 Mal mehr Tiere als noch vor 20 Jah­ren. Die zu­letzt meist mil­den Win­ter kom­men der Tier­art sehr ent­ge­gen.

Viele Jung­jä­ger da­zu­ge­won­nen 

He­ge­ring Han­kens­büt­tel star­tet nach zwei Jah­ren Pause durch / Eh­run­gen und Aus­zeich­nun­gen

 

Han­kens­büt­tel – Nach zwei Jah­ren pan­de­mie­be­ding­ter Pause star­te­te der He­ge­ring Han­kens­büt­tel kürz­lich wie­der mit ers­ten Ak­ti­vi­tä­ten. He­ge­ring­lei­ter Frank Kolbe be­grü­ß­te die Mit­glie­der und Gäste zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung und Tro­phä­en­schau für Reh­wild im Gast­haus Pa­se­mann in Emmen. Die Ver­an­stal­tung wurde um­rahmt von den Jagd­horn­blä­sern Isen­ha­ge­ner Land. 

Kolbe be­rich­te­te über eine po­si­ti­ve Ent­wick­lung bei den Mit­glie­der­zah­len. Vor allem viele Jung­jä­ger schlos­sen sich dem He­ge­ring an. Auch die Jagd sei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren von der Pan­de­mie be­ein­flusst ge­we­sen. Wie Kolbe in­for­mier­te, muss­ten ge­ra­de wegen der dro­hen­den Afri­ka­ni­schen Schwei­ne­pest mög­lichst viele Drück­jag­den um­ge­setzt wer­den. Dies habe die Jäger vor völ­lig neue Her­aus­for­de­run­gen ge­stellt. So muss­ten für jede Ge­sell­schafts­jagd Hy­gie­ne­kon­zep­te er­stellt wer­den und eine Kon­takt­ver­fol­gung er­mög­licht wer­den. Trotz die­ser Auf­la­gen haben die meis­ten Jag­den statt­ge­fun­den.

Kolbe be­rich­te­te über mög­li­che Än­de­run­gen durch die an­ste­hen­de Ver­ab­schie­dung des neuen Jagd­ge­set­zes. Um künf­tig an Ge­sell­schafts­jag­den teil­neh­men zu kön­nen, müs­sen Jäger in einem Schieß­stand oder einem Schie­ßki­no Übungs­schie­ßen ab­sol­vie­ren und sich dies durch einen so­ge­nann­ten Schieß­nach­weis be­stä­ti­gen las­sen. Es gebe Be­stre­bun­gen, den Wolf in das Jagd­recht auf­zu­neh­men, was al­ler­dings nicht be­deu­te, dass Jäger den Wolf jagen dür­fen. Der Wolf blei­be eine streng ge­schütz­te Wild­art und werde auch bei einer Auf­nah­me ins Jagd­recht dau­er­haft ge­schont blei­ben. 

Kolbe er­läu­ter­te den Stre­cken­ver­lauf der ver­gan­ge­nen Jahre, so­wohl für den He­ge­ring als auch für den ge­sam­ten Land­kreis. Ins­ge­samt ist über sämt­li­che Scha­len­wild-arten die Stre­cke rück­läu­fig. Neben dem Wolf sind nach An­sicht von Kolbe ver­schie­de­ne Fak­to­ren für die­sen Trend ver­ant­wort­lich. 

Die aus­ge­stell­ten Reh­ge­hör­ne des He­ge­rin­ges be­ur­teil­ten Hel­mut Mar­tens und Ger­hard Nie­mann. Für den stärks­ten Bock er­hielt Cle­mens Schul­ze die gol­de­ne Me­dail­le, die sil­ber­ne Me­dail­le für den ab­norms­ten Bock bekam Ma­ri­on Nie­buhr und für den äl­tes­ten Bock ging Bron­ze an Frank Kolbe. 

Jedes Jahr wer­den trotz Vor­sor­ge­maß­nah­men der Land­wir­te und der ört­li­chen Jäger bei der Wie­sen­mahd Reh­kit­ze ge­tö­tet oder ver­letzt. Um dies zu ver­hin­dern, hat der He­ge­ring mit För­de­rung der Bingo-Um­welt­stif­tung und pri­va­te Spen­den eine Droh­ne mit Wär­me­bild­ka­me­ra an­ge­schafft. 

Neben den Be­rich­ten der Ob­leu­te stan­den bei der Ver­samm­lung auch Wah­len zum Vor­stand und Eh­run­gen ver­dien­ter Mit­glie­der an (siehe In­fo­kasten). 

Eine wei­te­re Ak­ti­vi­tät war kürz­lich das He­ge­ring­schie­ßen in Wes­ter­beck. Bei tol­lem Wet­ter nah­men viele Mit­glie­der am Übungs­schie­ßen teil. Es wurde mit der Flin­te in den Dis­zi­pli­nen Trap und Skeet ge­schos­sen, au­ßer­dem konn­te man sich mit der Büch­se auf den lau­fen­den Kei­ler üben.

Auf einen Blick 

Wah­len:

Schrift­füh­rer: Felix Kauf­mann

Schieß­we­sen: Arne Ol­fer­mann

Kas­sen­füh­rer: Ma­thi­as Schul­ze

Ob­mann für Na­tur­schutz (neu): 

Hu­ber­tus Bonk 
Eh­run­gen:

40 Jahre Mit­glied­schaft: Fried­helm Bor­chers, Eckard Dem­mann, Wer­ner Ro­de­wald und 

Wer­ner Ruß

50 Jahre Mit­glied­schaft: Eck­hard Schie­be

60 Jahre Mit­glied­schaft: Hans-Hein­rich Re­fardt und Al­bert Schrö­der

Eh­ren­mit­glie­der: Wil­helm Dar­gel, Hans-Hein­rich Re­fardt und Al­bert Schrö­der

 

He­ge­ring Stein­horst zieht nach zwei Jah­ren wie­der Bi­lanz / Aus­zeich­nun­gen und Eh­run­gen

Mittwoch, 27. April 2022, Isenhagener Kreisblatt 

„Ver­än­de­run­gen in der Jagd er­for­dern ein Um­den­ken“ 

Kreisjägermeister Karsten Lacü (v.r.) ehrte Detlef Dehning (stellvertretend für Torben Dehning), Christian Röling, Philipp Trunkwalter und Eckhard Schrader für ihre langjährige Mitgliedschaft. Auch Hegeringleiter Hartmut Röling gratulierte. Fotos: Privat 

Stein­horst – Nach­dem die Ver­samm­lung co­ro­na­be­dingt zwei­mal aus­ge­fal­len war, konn­ten sich die Mit­glie­der des He­ge­rin­ges Stein­horst nun wie­der zur He­ge­schau tref­fen. He­ge­ring­lei­ter Hart­mut Röling be­grü­ß­te etwa 40 Mit­glie­der. Zahl­rei­che Tro­phä­en, dar­un­ter acht Hirsch-Ge­wei­he, waren aus­ge­stellt. Drei der Reh­wild-Ge­hör­ne wur­den durch eine Be­wer­tungs­kom­mis­si­on nach Alter, Stär­ke und Ab­nor­mi­tät mit Me­dail­len aus­ge­zeich­net.

In sei­nem Be­richt be­schrieb Röling die zahl­rei­chen Ein­flüs­se auf die Jagd. Dies führe zu Ver­än­de­run­gen und er­for­de­re auch ein Um­den­ken bei den Jä­gern. Trotz­dem müss­ten die Waid­ge­rech­tig­keit und die Hege des Wil­des das obers­te Ziel der Jä­ger­schaft blei­ben.

Schieß­wart Ma­nu­el Roth be­rich­te­te, dass ei­ni­ge Schie­ß­ver­an­stal­tun­gen trotz Co­ro­na statt­fin­den konn­ten und es eine gute Teil­neh­mer­zahl bei den Wett­be­wer­ben ge­ge­ben habe. Er be­ton­te, dass der si­che­re Um­gang mit der Waffe und eine hohe Schieß­fer­tig­keit Vor­aus­set­zung seien für die nach­hal­ti­ge und tier­schutz­ge­rech­te Jagd­aus­übung. Nach dem Kas­sen­be­richt des Schatz­meis­ters Wolf­gang Hel­big und der Kas­sen­prü­fer wurde der Vor­stand ein­stim­mig bei einer Ent­hal­tung ent­las­tet. 

Es folg­ten die Eh­run­gen (siehe In­fo­kasten). Röling danke den Mit­glie­dern für ihren Ein­satz und die Un­ter­stüt­zung im In­ter­es­se der Jagd. Nach be­stan­de­ner Jä­ger­prü­fung wurde Janet Röling (Rä­der­loh) durch den He­ge­ring­lei­ter zur Jä­ge­rin ge­schla­gen und durch Über­ga­be des Jä­ger­briefs in die Jä­ger­schaft sowie den He­ge­ring auf­ge­nom­men.

Glück­wün­sche an die Ge­ehr­ten sowie ein Gruß­wort rich­te­te Kreis­jä­ger­meis­ter Kars­ten Lacü an die Ver­samm­lung. Er über­brach­te die Grüße des neu ge­wähl­ten Vor­stan­des der Jä­ger­schaft Gif­horn und be­rich­te­te über ak­tu­el­le über­re­gio­na­le The­men. Dem­nach werde eine Jagd­ge­setz-No­vel­le mit zahl­rei­chen Än­de­run­gen in die­sem Jahr er­war­tet – dar­un­ter Schieß­nach­weis, drei­jäh­ri­ger Ab­schuss­plan für Rot­wild, di­gi­ta­le Stre­cken­lis­ten und ein Reh­wild-Min­dest­ab­schuss. Er mo­ti­vier­te die an­we­sen­den Jäger, einen Bei­trag zur Wild­tier­er­fas­sung zu brin­gen. Die Zäh­lun­gen und Be­ob­ach­tun­gen seien die Grund­la­ge für po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen und auch durch wis­sen­schaft­li­che Stel­len an­er­kannt.

An dem Aus­tausch zum Ein­fluss des Wol­fes auf das Rot­wild sowie den Wild­scha­den auf land­wirt­schaft­lich be­wirt­schaf­te­ten Flä­chen be­tei­lig­ten sich an­schlie­ßend zahl­rei­che Mit­glie­der. Röling be­rich­te­te, dass der Schä­fer in Barg­feld, der zahl­rei­che Ver­lus­te durch den Wolf zu ver­zeich­nen hatte, die Hal­tung in­zwi­schen auf­ge­ge­ben habe.

Die Ver­samm­lung wurde be­glei­tet durch die Jagd­horn­blä­ser Isen­ha­ge­ner Land. Nach­dem die Stre­cke ver­bla­sen war, prä­sen­tier­ten sie noch ver­schie­de­ne Mär­sche und Fan­fa­ren und ver­lie­hen der Ver­an­stal­tung einen wür­di­gen Rah­men.



Eh­run­gen 

40 Jahre Mit­glied­schaft: Eck­hard Schra­der (Gut Au­er­müh­le) 

25 Jahre Mit­glied­schaft: Tor­ben Deh­ning (Stein­horst, ab­we­send), Phil­ipp Trunk­wal­ter (Stein­horst) sowie Chris­ti­an Röling (Rä­der­loh).