Landkreis Gifhorn – natürlich wild!

 

Umweltakteure zeigen vielfältige Möglichkeiten zur Insektenförderung

Vor dem Hintergrund des zu beobachtenden dramatischen bundesweiten „Insektensterbens“ ist  ein runder Tisch mit einigen Akteuren – u.a. der Jägerschaft Gifhorn e.V. –  ins Leben gerufen worden, die sich für die Umwelt engagieren. Gemeinsames Ziel dieser Runde ist es, aufzuzeigen, wie im Landkreis Gifhorn ganz konkret Beiträge geleistet werden können, um die Situation zu verbessern.

Deutlich geworden ist, dass die Voraussetzungen für mehr Artenreichtum, möglichst viele unterschiedliche natürliche und wilde Lebensraumstrukturen sind. Dies können natürlichere Gartenbereiche, Blühflächen in den Orten oder wildere Feld- und Wegraine in der Landschaft sein. Bei genauerer Betrachtung passt auch hier die Erkenntnis von Alexander von Humboldt „Alles hängt mit allem zusammen“. So sind Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen oder Käfer wichtige Bestäuber für 80 Prozent unserer Wild- und Nutzpflanzen. Durch die Bestäubung entstehen Früchte, welche neben den Insekten eine wichtige Nahrungsgrundlage von Vögeln, Fledermäusen und anderen Kleinsäugern und Amphibien sind.

Wenn alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gifhorn einen kleinen Beitrag in ihrem persönlichen Umfeld zu einer vielfältigeren Ausstattung leisten, kann dies für die Insektenförderung eine große Wirkung entfalten. Aus den Ideen am runden Tisch ist unter dem Motto „Landkreis Gifhorn – natürlich wild“ ein Flyer entstanden, der Anregungen, Ideenansätze und Handlungsmöglichkeiten zur Insektenförderung in Kommunen, Gärten und in der Landschaft aufzeigt.

So kann auch in privaten Gärten durch Totholzecken, Trockenmauern, offene Sand- und Lehmstellen, heimische fruchtragende Gehölze, Nisthilfen für Insekten und Vögel, nicht gemähte Blühbereiche oder eine einfach verwilderte Ecke für Igel & Co mit wenig Aufwand eine erstaunliche Artenvielfalt erreicht werden.

Auch auf öffentlichen Flächen im Siedlungsraum können Maßnahmen wie z.B. die Anlage von Blühflächen, ein insektenfreundliches Mähmanagement, die Verwendung heimischer Bäume, Sträucher und Frühblüher sowie der Verzicht auf Schotterflächen einige praktische Ansätze sein.

In der freien Landschaft kommt Gemeinde- und Feldwegen mit begleitenden Wege- und Feldsäumen, Stromtrassen sowie Graben- und Gewässerrandstreifen, welche wie eine Netz in der Landschaft liegen und wichtige Lebens- Nahrungs- und Rückzugräume bilden, eine ganz besondere Bedeutung für die Artenvielfalt zu.

Der Flyer wird verbunden mit der Infobroschüre des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) „Insektenvielfalt in Niedersachsen – und was wir dafür tun können“ an die Gemeinden und mit einer Schulausgabe der Infobroschüre „Entdecke die unbekannte Welt der Insekten“ versendet.

Auf dem Weg zur mehr Arten- und Insektenvielfalt im Landkreis Gifhorn stehen auch die Kooperationspartner für weitere Informationen zur Verfügung oder können gegebenenfalls bei weiteren Initiativen oder eigenen Projekten unterstützen.

Flyer: Natürlich Wild

 

Teilnehmer des runden Tisches waren:

Kreisjägerschaft Gifhorn

Nabu Artenschutzzentrum,

Landvolk Niedersachsen – Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg

Koordinierungstelle Naturschutz der Umweltverbände im Landkreis Gifhorn (KONU)

LandFrauen des Kreisverband Gifhorn

LSW

Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Niedersächsische Landesforsten

Thünen-Institut Braunschweig

Bieneninstitut des LAVES

Kreisimkerverein Gifhorn

 

-Auszug aus Presseinformation des Landkreises Gifhorn vom 02.06.2020-

Änderungen Schießstand Westerbeck

Hallo,

es gibt wieder einige Änderungen:

  1. Ab Montag dürfen auch wieder Sportschützen  auf allen Ständen schießen.
  2. Gastronomie ist unter Einhaltung der Abstandsregelungen wieder möglich.
  3. Die öffentlichen Schießen finden ab 13.5.20 wieder jeden Mittwoch ab 16.00- 19.00 statt. Daher bitte ich die Hegeringe, wieder Aufsichten zu stellen 13.5. Repke, 20.5. Ehra, 27.5. Hasenwinkel usw. Den Aufsichtsplan habe ich angefügt.
  4. Abgesagte Termine- 14.5. BSK, 16.5. KM Wolfsburg, 17.5. Mannschaften, 22.5. Jagdschule/B.Munte, 23.5. HR Gifhorn, 23.5. Privatgr. D. Steinkopf, 24.5. JJ Schießen;

Aufsichten2020

Ich bitte um Information alle Hegeringe, Schießobleute, Mitglieder usw.

 

Waidmannsheil Thomas Belte

Einschießtermine in Westerbeck

Liebe Jägerinnen und Jäger,

es ist uns gelungen, den Stand wieder teilweise zu öffnen. Heute haben wir mündlich die Erlaubnis erhalten, morgen soll der schriftliche Bescheid kommen, einige kleine Details werden morgen noch geregelt.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Dr. Ebel und Herrn Hüller vom Landkreis Gifhorn.

Schießen ist nur Jägern mit gültigem Jagdschein erlaubt ( Sonderregelungen für Polizeieinheiten und Sicherheitsfirmen wird es auch geben).

Erlaubt ist das Einschießen von jagdlichen Büchsen und den Kugelläufen von kombinierten Waffen und Kurzwaffen. Ob evtl. auch auf den Trap- u. Skeetstand geschossen werden darf, entscheidet sich morgen.

Es darf auf die Ringscheiben und Wildscheiben geschossen werden, jeweils 2 Schützen auf den 100 m Ständen, 1 Stand muss zwischen den Schützen frei bleiben. Ein Schütze kann zeitgleich auf dem 50 m Stand sein,

ein Schütze auf der Keilerbahn sowie eine Person zum Auslösen des laufenden Keilers ( laufender Keiler kann jedoch auch selbst mit der Zeitverzögerung ausgelöst werden ). Die Schützen müssen dort keinen Mundschutz tragen, jedoch Aufsichten/ wer den laufenden Keiler auslöst.

Die Aufsicht erfolgt grundsätzlich über die Kameras durch den diensthabenden Kollegen vom Tresen aus. Auf dem Pistolenstand dürfen 2 Schützen zeitgleich schießen- Stand ganz links und ganz rechts ( ohne Mundschutz ), die Aufsicht/Schießausbilder/ Betreuer muss Mundschutz tragen ( auch hier Aufsichtsregeln beachten).

Beim Betreten des Schießheimes sind die Hände zu desinfizieren ( entsprechende Mittel stehen im Eingangsbereich ) und Mund/Nasenschutz  zu tragen ( Masken sind auf dem Stand gegen Kostenerstattung erhältlich ). Anmeldung wie immer am Tresen, Jagdschein ist unaufgefordert vorzuzeigen. Es dürfen insgesamt 8 Personen im Schießheim sein, weitere Schützen müssen draußen warten. Nach dem schießen ist der Stand unverzüglich zu verlassen. Auf den Langwaffenständen gilt grundsätzlich 10 Minuten Verweildauer pro Schütze, die Schießleitung wird weitere Regelung nach Bedarf treffen.  Wer die Waffe nicht schon am Auto aus dem Futteral nimmt kann das Futteral mit auf die Kugelstände nehmen, im Schießheim dürfen keine Futterale stehen.

Termine :

Mittwoch 29.4.20 ab 15.00 für Hegeringe Papenteich, Schwülper, Hillerse, Hehlenriede, Meinersen,  Gifhorn, Boldecker Land, Brome

Samstag, 2.5.20 ab 9.00 Alle Hegeringe Jägerschaften Wolfsburg und Helmstedt

Sonntag, 3.5.20 ab 9.00 für die Hegeringe Repke, Gr. Oesingen, Wahrenholz, Wittingen, Knesebeck, Hankensbüttel, Steinhorst, Sassenburg, Ehra, Sprakensehl, Werder

Mittwoch, 6.5.20 ab 15.00 für alle

 

Weitere Termine teile ich euch dann noch mit. Sollten wir die Tontaubenstände wieder in Betrieb nehmen dürfen, gilt folgendes:

Maximal jeweils eine Rotte auf dem Trap- und Skeetstand, es müssen vorher die Aufsichten am Tresen eingetragen werden, 3 Schützen beim Trap auf den Ständen 1,3,5. Beim Skeet 1 Schütze auf der Platte, alle anderen müssen mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen haben. Diese Abstandsregelung gilt natürlich auf der gesamten Schießanlage.

Ich bitte diese Mail schnell an alle Hegeringe und Mitglieder weiterzuleiten.

 

Waidmannsheil

Thomas Belte

Abgaberegelung Trichinenproben

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Jagdausübungsberechtigte,

aufgrund der Schließung der Kreisverwaltung gibt es natürlich geänderte „Abgaberegeln“ für Trichinenproben und Blut-bzw. Tupferproben vom Schwarzwild.

Im Eingangsbereich des Gifhorner Schlosses wurde eine „Trichinenprobenkiste“ aufgestellt.Der Vorraum im Schloß ist zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar.Wenn jemand eine Probe abgibt, ist folgende Verfahrensweise mit dem Veterinäramt besprochen:

1.Bei Ankunft im Vorraum das Veterinäramt anrufen (05371/82-391) entweder vom Handy oder über das dort angebrachte Haustelefon.

2. Probe mit passendem Geldbetrag ( 5 € ) in die Kiste legen.

3. Ein Mitarbeiter holt die Probe und gibt den Quittungsbeleg anschließend zurück in die Kiste.

Ebenso wird verfahren,um Ohrmarken zur Trichinenuntersuchung in Empfang zu nehmen. Bitteden Geldbetrag passend dazu legen,um möglichst wenig Wege zu haben und Kontakte zu minimieren.

Ich bitte Sie/Euch, die Mitteilung an die Reviere weiter zu geben.

Bei Rückfragen gerne melden.

Mit freundlichen Grüßenund Waidmannsheil

Karsten Lacü Mobil:+49 171 525 4 024

 

2020-03-23_Abgaberegelungen_Trichinenproben.pdf

Infobrief Landkreis Gifhorn

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit gestern sind die Kreishäuser aus Infektionsschutzgründen geschlossen. In diesem Zusammenhang weise ich besonders auf das Versammlungsverbot mit mehr als 10 Personen hin.
Anträge können daher nur mit den erforderlichen Unterlagen z.B.
• bei Verlängerung von Jagdscheinen (Jagdscheinheft, ggf. Lichtbild, Versicherungsbestätigung und Angabe, ob 1 Jahr oder 3 Jahre verlängert werden sollen)
• Jagdpachtverträge (unterzeichnete Verträge, Formular Jagdflächenerklärung aus dem Internet, ggf. Versammlungsbeschluss der Jagdgenossenschaft)
• Ein- oder Austräge von Waffen (WBK und Kaufvertrag oder ähnliches über die Überlassung)
entweder in den Hausbriefkasten eingeworfen oder per Post zugesandt werden. Sie erhalten die gewünschten Unterlagen nach Bearbeitung mit der Post und der Kostenforderung zur Überweisung zurück.


Mit freundlichen Grüßen
Ralf-Dieter Utta

 

2020-03-20_Infobrief_Landkreis Gifhorn

Infobrief Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.,

Sehr geehrte Damen und Herren,


bei der Verfassungsschutzbehörde kommt es vermehrt zu „Auskunftsersuchen“ von Privatpersonen, die einen Jagdschein beantragt haben und sich in der Pflicht sehen, selbst beim Verfassungsschutz anzufragen.
Dies produziert erheblichen und unnötigen Verwaltungsaufwand, da die Anfrage des Antragstellers die Anfrage der Jagdbehörde nicht ersetzt.
Die oberste Jagdbehörde bittet Sie darum, Ihre Mitglieder darauf hinzuweisen, dass eine eigenständige Anfrage beim Verfassungsschutz unterbleiben soll, da diese Regelabfrage nur durch die Jagdbehörde durchgeführt werden kann.


Vielen Dank für Ihre Bemühungen.


Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Stephan Johanshon


Geschäftsführer
20.03.2020

 

2020-03-20_Infobrief_Landesjägerschaft Niedersachsen.pdf.pdf

21.02.2020 – JHV Hegering Sassenburg

Hermann Brandt zum Ehrenhegeringleiter ernannt

Dannenbüttel: Versammlung wählt neuen Vorstand

Adolf Prilop und Jürgen Cordes für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt,

Jägerbrief für Nadine Alken

Als Anerkennung für seine langjährige Tätigkeit als Hegeringleiter, seinen persönlichen Einsatz und seine Leistung erhielt Hermann Brandt die Urkunde zum Ehrenhegeringleiter

Die Westerbecker Jagdgesellschaft empfing die Hegeringsmitglieder aus der Sassenburg mit ausdrucksstarken Trophäenwänden in Dannenbüttel „Zum Landhaus“. Hermann Brandt eröffnete die Versammlung und führte – mit etlichen Anekdoten und Erzählungen seiner 24jährigen Amtszeit gespickt – durch seine letzte Sitzung als Hegeringleiter.

 

Der stellvertretende Kreisjägermeister Karsten Lacü ging in seinem Bericht auf die Gesetzesänderungen des Bundesnaturschutzgesetzes und damit verbundenen Erleichterungen zur Entnahme von Wölfen ein und stellte vor, wie damit zukünftige Konflikte besser gelöst werden können. Sein Fazit: wir werden mit dem Wolf leben können.

Mehr Sorge wird uns die ASP bereiten, sollte sie in Niedersachsen Einzug halten. Deshalb und insbesondere unter dem Aspekt des waidgerechten Handelns ist die drastische Reduzierung von Schwarzwild erforderlich. Auf Frischlingsrotten sollte besonderes Augenmerk beim Abschuss gelegt werden.

Diverse weitere Themen, wie Niederwildjagd,  Zuschüsse vom Landkreis für Invasive, Nachtsichttechnik, Schallminderer und Hinweis auf die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Gifhorn rundeten seinen Vortrag ab.

 

Die Neuwahlen führten zu folgendem Ergebnis:

Hegeringleiter: Karsten Lacü, stv. Hegeringleiter: Thomas Belte, Kassenführung: Christina Appel, Schriftführung: Angela Heider, Bläserobmann: Ingolf Hühner, Hundeobmann: Stefan Schulz, Naturschutzobmann: Jens Klitzing, Schießobmann: Detlef Schulze.

 

Die Bewertungen der Rehwildtrophäen, vorgestellt von Hermann Brandt, ergaben Gold für Odin Kalbe (Westerbeck), Silber für Horst Lacü (Dagebrück) und Bronze für Carsten Stanowski (Westerbeck) und Simone Bawey (Dagebrück).

 

Den Jahresstreckenbericht gab Thomas Belte. Beim Schalenwild waren die Abschüsse im Verhältnis zum Vorjahr ausgeglichen. Die Zahlen für Keiler (79/35) und Bachen (75/46) erhöhten sich, wobei weniger Überläuferkeiler und –bachen (38/46 und 32/37) erlegt wurden. Niederwildzahlen: Hase (15/29), Waschbär (13/4), Marderhund (49/34), Ringeltaube (48/22), Stockenten (159/95), Rabenkrähe (62/42).

 

 

 

Jahreshauptversammlung des Hegerings Papenteich in Meine

Meine

Warum soll man ändern, was bestens funktioniert: Henning Meier aus Meine wird weitere vier Jahre die Geschicke der Papenteicher Jäger leiten. Der Hegeringleiter wurde auf der Jahreshauptversammlung des Hegeringes Papenteich von den etwa 80 anwesenden Mitgliedern einstimmig in seinem Amt bestätigt. „Henning hat wie sein Vorstandsteam großartige Arbeit geleistet“, lobte Ehrenhegeringleiter Hardy Ahrens. „Gut, dass er uns erhalten bleibt.“ Meier steht seit sechzehn Jahren an der Spitze des Hegerings Papenteich.


Der Meiner kann sich auch in den nächsten Jahren wieder auf sein Vorstandsteam verlassen; denn wie der Hegeringleiter wurden auch sein Stellvertreter Joachim Lütge (Rötgesbüttel), Schatzmeister Richard Keil (Rötgesbüttel) und Schriftführer Volker Bückmann (Vordorf) wiedergewählt. Bei den Obleuten bleibt alles beim Alten. Lediglich die seit längerem vakante Funktion des Hundeobmanns übernimmt Rüdiger Fricke (Ausbüttel).


Hegeringleiter Henning Meier hob mit der im Sommer durchgeführten Aktion Wildtierbeobachtung für Ferienkinder, der Sommerzählung der Wildgänse und den zahlreichen Aktionen zum Schutz der Wildtiere wichtige Meilensteine der Jägerschaft als Naturschutzorganisation hervor. Sieben neue Mitglieder lassen die Mitgliederzahl auf 146
ansteigen. Im Blickpunkt stand die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest, die zuletzt kurz vor der westpolnischen Grenze festgestellt wurde. Eine Krankheit, die für Menschen keine Auswirkungen hat, jedoch eine enorme Belastung für die Schweinehalter und die Wildtierbestände werden kann, so Dr. Christoph Schwartpaul, der als Kreisveterinär
und Experte den Anwesenden Ursprung, Verbreitung und Risiko des Virus vor Augen hielt.


Im Mittelpunkt seines Gastbeitrags standen die vielen Maßnahmen auf die sich der Landkreis Gifhorn vorbereitet hat. Dabei ist weniger davon auszugehen, dass Wildschweine aus Polen nach Deutschland einwandern. Die gefährlichen Erreger können sich leicht über Nahrungsreste verbreiten, die unachtsam an Raststätten weggeworfen werden. Auch an die Saisonarbeitskräfte muss appelliert werden, aus ihren Heimatländern keine Nahrungsmittel mitzubringen. „Die Jagd wird sich dramatisch verändern, wenn wir den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest feststellen“ so Schwartpaul. Auch die Bürger werden dann in den Kerngebieten nicht mehr die Landschaft betreten können. Viele Fragen und eine angeregte Diskussion zeigten das hohe Interesse an dem heißen Thema.


Für die stärkste Trophäe des letzten Jahres wurde Hans von Schweinichen für einen 5-jährigen Rehbock aus dem Revier Gut Ribbesbüttel Nord ausgezeichnet. Eine intensive Hege, so Meier, ist die Grundlage dieser jagdlichen Erfolge. So gingen in diesem Jahr die Auszeichnungen für die besten Reviere nach Rötgesbüttel, Gut Ribbesbüttel Nord und auf
Platz 1 nach Ohnhorst.


Ehrungen gab es anschließend für einige treue Jäger: Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) wurden Claudia Harke (Abbesbüttel), Thomas Lüpper (Rötgesbüttel und Ernst-Dietrich Morgener (Grassel) ausgezeichnet. Für 40 Jahre Klaus-Jürgen Gerhardt und Ernst Glindemann jun.. Zu Ehrenmitgliedern werden bei der
folgenden Hauptversammlung der Jägerschaft Gifhorn Heinrich Lütge (Rötgesbüttel) und Hans-Walter Harke (Abbesbüttel) ernannt. Für 60-jährige Treue wird dort Hardy Ahrens (Meine) ausgezeichnet sowie für 65-jährige LJN-Mitgliedschaft Otto Behrens (Ohnhorst), Ernst Glindemann sen. (Meine) und Hubert Zuehlsdorff (Büddenstedt).


Volker Bückmann

Parforcehorn-Bläsercorps: Auftritt in Andalusien Konzertreise mit vielen Zuhörern und einer Messe in Granadas Kathedrale

In der Kathedrale von Granada: Das Bläsercorps vertrat Gifhorn würdig.

Foto: Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn

 

Saludos desde Gifhorn, musikalische Grüße aus Gifhorn überbrachte das Parforcehorn-Bläsercorps bei seiner Konzertreise durch Andalusien.

Beim auf Plakaten in ganz Marbella angekündigten und mit 400 Karten ausverkauften Benefizkonzert für krebskranke Kinder im Theater sang Hermann Marwede diese Grüße zur Melodie der Eurovisionsfanfare und erhielt dafür Sonderapplaus.

Einen Begeisterungssturm entfachte der „Marcha Real“: Corps-Direktor Günther Kaufmann hatte die spanische Nationalhymne für zwölf Parforcehörner bearbeitet.

Als Martina Kanschik Gastgeschenke speziell für die krebskranken Kinder an den Benefizverein überreichte, ertönten Bravo-Rufe für die Gifhorner, die ihren kulturellen Auftrag mit der von Bürgermeister Matthias Nerlich überreichten Gifhorner Flagge erfüllt und völkerverbindend Freude bereitet haben.

Ein Konzert mit sakraler und klassischer Hornmusik in der „Catedral de Malaga“ stand ebenfalls auf dem Tourneeplan, wo Schuberts „Heilig, heilig …“ gleichsam wie in Sphärenharmonie aus den Waldhörnern erklang. Die musikalische Zugabe wurde von vielen Gästen mitgesungen: „Kein schöner Land in dieser Zeit…“ Nach einem Mittagskonzert in der historischen Stadt Mijas kamen aus dem begeisterten Publikum Grüße von waschechten Gifhornern, die dort überwintern.

Der absolute Höhepunkt dieser Konzertreise war die Mittagsmesse in der Kathedrale von Granada. Entrada, Te Deum, Gloria, Credo, Sanctus und Marienlied vom Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn klingen nun wohl rund um den Globus weiter, da Besucher aus aller Welt in diesem Gottesdienst waren.

Jägerschaft Gifhorn übernimmt Betreuung von Rebhuhn-Biotop in Meinersen

Ortstermin am 13.02.2020 in Meinersen

 

Gegen Insektensterben und Vogelschwund –

Übergabe der Vertragsunterlagen auf der Biotopfläche.

V.l.n.r.: Adolf Voges (Jagdpächter), Renate Meyer (Eigentümerin),

Friederike Franke (ehem. Vors. Aller-Oker-Naturschutzverband),

Ernst-Dieter Meinecke (Vors. Jägerschaft), Angela Heider (Presse Jägerschaft)

In der Gemarkung Meinersen wird seit 10 Jahren auf einer ca. 8.500 qm großen Brachfläche ein sogenanntes Offenland-Biotop erhalten. „Hier hat sich eine naturnahe Oase in der ansonsten intensiv genutzten Agrarlandschaft entwickelt. Wunderbar für Hasen, Rebhühner, Feldvögel und eine Vielzahl von Insekten“, erläutert die ehemalige Vorsitzende der Naturschutzverbandes Aller-Oker, Friederike Franke.

Der Verband hatte den vormaligen Spargelacker von Renate Meyer gepachtet. Unterstützt durch den Jagdpächter Adolf Voges und mit Hilfe des Landwirts Heinrich Beutner wurden u.a. jährlich wechselnde Blühmischungen eingesät und der Acker wieder ‚schwarz‘ gemacht, d.h. ohne Einsaat umgebrochen. Auch die von den Naturschützern gepflanzte Laubgehölzhecke hat sich als wertvolles Strukturelement in der Landschaft gut entwickelt.

 

Nun stand die weitere Betreuung der ökologisch wertvollen Fläche auf der Kippe, denn der Naturschutzverband Aller-Oker hat sich zum Februar 2020 wegen fehlender Nachfolge im Vorstand aufgelöst.

 

Glücklicherweise erklärte sich die Jägerschaft Gifhorn e.V. bereit, für weitere 10 Jahre die Pflege des Biotops zu übernehmen. Die erforderlichen vertraglichen Vereinbarungen für die Flächenübernahme wurden von Horst Schevel erarbeitet. „Derartige Trittstein-Biotope sollten in unserer Landschaft viel häufiger vorhanden sein. Sie sind wichtig, um dem Insekten- und Vogelsterben entgegen zu wirken“, so der Vorsitzende der Jägerschaft, Ernst-Dieter Meinecke, der sich auf die lohnende Naturschutzaktivität der Jäger in Meinersen freut.

 

Als bester Kenner des Biotops bestätigt Adolf Voges: „Ich beobachte, dass seit vielen Jahren jährlich Rebhühner auf der Fläche groß werden.“ Diese Vogelart ist landesweit extrem stark zurückgegangen, sicher auch wegen der fehlenden, passenden Lebensräume. In der Meinerser Gemarkung zwischen der westlich gelegenen Okeraue und den östlichen großen Waldflächen gibt es ihn noch, den kleinen, aber wichtigen Rückzugsraum für die Vögel.

 

 

 

 

 

2020-02-13

Angela Heider

Presseobfrau