Jahreshauptversammlung des Hegerings Papenteich in Meine

Meine

Warum soll man ändern, was bestens funktioniert: Henning Meier aus Meine wird weitere vier Jahre die Geschicke der Papenteicher Jäger leiten. Der Hegeringleiter wurde auf der Jahreshauptversammlung des Hegeringes Papenteich von den etwa 80 anwesenden Mitgliedern einstimmig in seinem Amt bestätigt. „Henning hat wie sein Vorstandsteam großartige Arbeit geleistet“, lobte Ehrenhegeringleiter Hardy Ahrens. „Gut, dass er uns erhalten bleibt.“ Meier steht seit sechzehn Jahren an der Spitze des Hegerings Papenteich.


Der Meiner kann sich auch in den nächsten Jahren wieder auf sein Vorstandsteam verlassen; denn wie der Hegeringleiter wurden auch sein Stellvertreter Joachim Lütge (Rötgesbüttel), Schatzmeister Richard Keil (Rötgesbüttel) und Schriftführer Volker Bückmann (Vordorf) wiedergewählt. Bei den Obleuten bleibt alles beim Alten. Lediglich die seit längerem vakante Funktion des Hundeobmanns übernimmt Rüdiger Fricke (Ausbüttel).


Hegeringleiter Henning Meier hob mit der im Sommer durchgeführten Aktion Wildtierbeobachtung für Ferienkinder, der Sommerzählung der Wildgänse und den zahlreichen Aktionen zum Schutz der Wildtiere wichtige Meilensteine der Jägerschaft als Naturschutzorganisation hervor. Sieben neue Mitglieder lassen die Mitgliederzahl auf 146
ansteigen. Im Blickpunkt stand die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest, die zuletzt kurz vor der westpolnischen Grenze festgestellt wurde. Eine Krankheit, die für Menschen keine Auswirkungen hat, jedoch eine enorme Belastung für die Schweinehalter und die Wildtierbestände werden kann, so Dr. Christoph Schwartpaul, der als Kreisveterinär
und Experte den Anwesenden Ursprung, Verbreitung und Risiko des Virus vor Augen hielt.


Im Mittelpunkt seines Gastbeitrags standen die vielen Maßnahmen auf die sich der Landkreis Gifhorn vorbereitet hat. Dabei ist weniger davon auszugehen, dass Wildschweine aus Polen nach Deutschland einwandern. Die gefährlichen Erreger können sich leicht über Nahrungsreste verbreiten, die unachtsam an Raststätten weggeworfen werden. Auch an die Saisonarbeitskräfte muss appelliert werden, aus ihren Heimatländern keine Nahrungsmittel mitzubringen. „Die Jagd wird sich dramatisch verändern, wenn wir den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest feststellen“ so Schwartpaul. Auch die Bürger werden dann in den Kerngebieten nicht mehr die Landschaft betreten können. Viele Fragen und eine angeregte Diskussion zeigten das hohe Interesse an dem heißen Thema.


Für die stärkste Trophäe des letzten Jahres wurde Hans von Schweinichen für einen 5-jährigen Rehbock aus dem Revier Gut Ribbesbüttel Nord ausgezeichnet. Eine intensive Hege, so Meier, ist die Grundlage dieser jagdlichen Erfolge. So gingen in diesem Jahr die Auszeichnungen für die besten Reviere nach Rötgesbüttel, Gut Ribbesbüttel Nord und auf
Platz 1 nach Ohnhorst.


Ehrungen gab es anschließend für einige treue Jäger: Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) wurden Claudia Harke (Abbesbüttel), Thomas Lüpper (Rötgesbüttel und Ernst-Dietrich Morgener (Grassel) ausgezeichnet. Für 40 Jahre Klaus-Jürgen Gerhardt und Ernst Glindemann jun.. Zu Ehrenmitgliedern werden bei der
folgenden Hauptversammlung der Jägerschaft Gifhorn Heinrich Lütge (Rötgesbüttel) und Hans-Walter Harke (Abbesbüttel) ernannt. Für 60-jährige Treue wird dort Hardy Ahrens (Meine) ausgezeichnet sowie für 65-jährige LJN-Mitgliedschaft Otto Behrens (Ohnhorst), Ernst Glindemann sen. (Meine) und Hubert Zuehlsdorff (Büddenstedt).


Volker Bückmann

Der Hegering Papenteich stellt sich vor

VorsitzenderHenning Meier

Wiesenweg 1
38527 Meine

05304-932326
meier-meine@t-online.de
Stellv. VorsitzenderJoachim Lütge

Dorfstraße 27
38531 Rötgesbüttel

05304-1315
SchatzmeistertRichard Keil

Südring 48a
38531 Rötgesbüttel

05304-930290
SchriftführerVolker Bückmann

Sonnenstr. 22
38533 Vordorf

05304-9337875
BläserobmannErnst-Dietrich Morgener

Südfeld 15
38527 Meine-Grassel

05304-5194
SchießwesenFlorian Möhle

Dorfstraße 11
38527 Meine

05304-2470
HundeobmannNN
NaturschutzobmannAlexander Thies

Dorfstrasse 1
38531 Rötgesbüttel

0171 8818949

Der Hegering Papenteich liegt im Südosten des Landkreises Gifhorn. Er besteht aus 17 Gemeinschafts- und Eigenjagdbezirken. Seine Jagdfläche beträgt 7.500 ha und schließt folgende Ortschaften bzw. Ortsteile mit ein:

  • Abbesbüttel
  • Ausbüttel
  • Bechtsbüttel
  • Grassel
  • Gravenhorst
  • Martinsbüttel I
  • Martinsbüttel II
  • Meine
  • Ohnhorst
  • Rittergut Ribbesbüttel Nord
  • Rittergut Ribbesbüttel Süd
  • GJ Ribbesbüttel
  • Rötgesbüttel
  • Vordorf
  • Wasbüttel
  • Wedelheine
  • Wedesbüttel

Die zum Hegering zählenden Jagdbezirke liegen größtenteils im Gebiet der Samtgemeinde Papenteich. Der Hegering Papenteich hat z.Z. ca. 140 Mitglieder.

Reizvoll und abwechslungsreich sind die Reviere. Von leichten Sandböden bis zum schweren Ton sind alle Übergänge vorhanden. Das Land weist nur geringe Höhenunterschiede auf.

Inmitten des Hegeringes Papenteich liegen die Meiner Teiche. Dabei handelt es sich um die sog. Stapelteiche der ehemaligen Zuckerfabrik Meine. Seit der letzten Kampagne 1990 / 91 haben sich die Teiche zu einem wichtigen Vogelrast- und Brutplatz im norddeutschen Raum entwickelt. Die Teiche dienen inzwischen als Lebensraum für mehr als 72 Vogelarten.

Ein ständiger Flächenbedarf der Gemeinden für neue Baugebiete und andere Zwecke engt die freie Landschaft immer weiter ein, die zudem von der wachsenden Bevölkerung mit ihren steigenden Erholungs- und Freizeitansprüchen stark genutzt und strapaziert wird.

Der Mittellandkanal, die Bundesstraße 4 und viele stark befahrene Kreisstraßen sowie die Bahnstrecke Braunschweig-Gifhorn durchschneiden die Reviere. Dadurch werden nicht nur nachhaltige Verluste unter der Tierwelt verursacht, sondern auch viel Lärm und Unruhe. Die Hege eines artenreichen Wildbestandes wird durch diese und andere Einflüsse immer schwieriger.

Benachteiligt ist vor allem das Niederwild, was sich im rückläufigen Besatz von Rebhuhn, Fasan und Hase zeigt. Eine seuchenhafte Erkrankung hat den Kaninchenbestand dezimiert. Andererseits haben sich die Beutegreifer sehr stark vermehrt und werden, soweit erlaubt, kurz gehalten, denn sie gefährden zunehmend die in eine ökologische Nische geratenen Arten.

Die Revierinhaber reagieren auf diese Entwicklung umsichtig und verantwortungsvoll durch mäßige oder gar aussetzende Bejagung. Die Anlage von Hegebüschen und Hecken und die Einsaat von Wildacker-mischungen auf Stilllegungsflächen sollen Deckung und Äsungsverbesserung bringen und dem Niederwild helfen.

Die Hauptwildart im Hegering ist das Reh. Etwa 200 Stück kommen in den Revieren jährlich zur Strecke, davon fast 35 % durch den Straßenverkehr. Auch das Schwarzwild ist in unseren Revieren vertreten (teilweise jedoch nur als Wechselwild).

Die Jagdhornbläser des Hegeringes Papenteich

Das Jagdhorn ist auch in Zeiten von Handy und Co. wichtig für den Jäger. Es dient nicht nur zur Freude der Waidmänner, sondern vor allem auch zur Informationsübermittlung. Die sogenannten Jagdleitsignale teilen dem einzelnen Jäger mit, wann zum Beispiel ein Treiben beginnt oder am Ende die Jagd vorbei ist. Nicht jeder Jäger steht während einer Jagd in Rufweite, das Horn dagegen hat einen weittragenden Klang. Außerdem würde es viel zu lange dauern, wenn man alle Jäger auf einer großen Jagd mit dem Handy anrufen wollte.

Das Horn hat natürlich auch in der Pflege des Brauchtums eine wichtige Rolle. Gemeinschaftsjagden beginnen und enden mit Hörnerklang und schaffen somit eine wundervolle Atmosphäre. Auch außerhalb der Jagd bereitet das Jagdhorn Freude, z.B. auf Hubertusmessen oder während anderer Veranstaltungen.

Die Bläsergruppe des Hegeringes Papenteich ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil des Hegeringes. Vielfach konnte sie auf bundesweiten Bläserwettbewerben Preise erringen, auf großen Jagdausstellungen auftreten oder jagdliche Gottesdienste begleiten.

Ernst-Dietrich Morgener ist seit Februar 2005 musikalischer Leiter die Bläsergruppe. Er hat die Nachfolge von Klaus Lütge angetreten, der die Bläsergruppe über viele Jahre geprägt und durch sein Talent, seine Beharrlichkeit und sein Organisationsvermögen die Jagdhornbläser zu einem wichtigen kulturellen Teil im Papenteich gemacht hat.

Übungsabende der Bläsergruppe

Die Bläser treffen sich jeden Mittwoch in Grassel (in den Sommermonaten am Sauteich; in der kalten Jahreszeit im Dorfgemeinschaftshaus).

  • Ab 19:00 Uhr Übungsabend für Jungbläser
  • Ab 19:30 Uhr Übungsabend für Bläser

Hundewesen

Der älteste Freund des Menschen ist vermutlich der Hund. Was wäre das Bild eines Jägers ohne den treuen Hund an seiner Seite? Der Hund führt durch seine scharfen Sinne den Jäger an das Wild.

Zwischen dem Hund und seinem Führer besteht ein enges Band. Gelegt werden die Wurzeln bereits in der frühen Welpenzeit, wenn der junge Hund zu seinem neuen Herrchen kommt. Gemeinsam werden die Prüfungen vorbereitet, die den Kleinen auf sein spannendes Leben als Jagdhund hinführen. Das gemeinsame Üben und Trainieren schweißen Hund und Führer zusammen und lassen beide zu einem unzertrennlichen Gespann werden.

Informationen zur Vorbereitung von jungen Hunden auf die Jagdeignungsprüfung befinden sich hier auf den Webseiten der Jägerschaft oder direkt von den Hundeobleuten der Jägerschaft.

Jagd ohne Hund ist Schund!