Hundeprüfungen 2016

Im August begann die Prüfungssaison der Jägerschaft Gifhorn bei den südlichen Hegeringen in Ehra mit einer Brauchbarkeitsprüfung für Nachsuchenhunde.

2 Gespanne stellten sich der 1000m Übernachtfährte, der Anschneideprüfung, der Überprüfung der Schussfestigkeit und des Gehorsams. Beide Gespanne kamen an einem sonnigen Morgen mit sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen an das ausgelegte Stück.

 

Weiter ging es mit der Brauchbarkeitsprüfung und den Zusatzfächern zur Herbstzuchtprüfung (vom Zuchtverband) Anfang September. Erst mit den bestandenen Zusatzfächern zur HZP ist ein Hund nach dem Gesetz brauchbar. In Sachsen-Anhalt wurde uns ein optimales Revier für die Schweissfährten zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Fächer wurden um Croya und Eischott geprüft. Vielen Dank an die Revierführer Kay Bannier, Burkhard Krome und Klaus Fehse! An diesem Tag haben 6 Gespanne allen Anforderungen Stand gehalten. Leider hatten 2 Teams kein Suchenglück.

Ende September nahmen 3 Hundeführer mit ihren Hunden an der Brauchbarkeitsprüfung für Stöberhunde teil. In dem Revier in Neubokel hatte jeder Hund die Möglichkeit sein lautes und planmässiges Stöbern unter Beweis zu stellen. Auch bei der Anschneideprüfung, der Überprüfung der Schussfestigkeit und des Gehorsams konnten die Richter den Hunden die jagdliche Brauchbarkeit bescheinigen.

Viel Waidmannsheil allen Hundeführern, die sich den Prüfungen gestellt haben!

Ein großer Dank geht bei allen Prüfungen an die Revierpächter, die ihre Reviere zur Verfügung stellen!

Folgende Jagdhunde sind brauchbar geprüft nach dem niedersächsischen Jagdgesetz:

Brauchbarkeitsprüfung für Nachsuchenhunde:

Enno, HS, E/F: Olaf Heinemann

Elsa, BGS, E/F: Bernd Speier

„Leserbrief“ Ausbildungsleiter des Kompaktkurses 2016

(Satire, vorgetragen von der Klassensprecherin des Kompaktkurses auf der Abschlussfeier)

Lieber Niedersächsischer Jäger,

 

seit nunmehr vielen Jahren führen wir die Ausbildung unserer Jungjäger in der Kreis-Jägerschaft Gifhorn durch. Die waidgerechte Vorbereitung, das handwerkliche Geschick und die ethische Haltung unserer zukünftigen Jäger liegen uns dabei besonders am Herzen.

Mein Team und ich erwarten aber auch, dass die Jungjäger ihren Teil dazu beitragen, wohl wissend, dass es „Große, Kleine, Dicke, Dünne“ gibt. Ich schreibe Ihnen heute, um Ihnen mitzuteilen, dass wir aufgrund des heute abgeschlossenen Kurses hiermit unser Amt niederlegen und möchten das auch begründen:

Die Ausbildung zum Jäger ist wie eine Gesellschaftsjagd! Sie hat Regeln und Leitsignale. Auch wenn die Teilnehmer meinten, bei den ortüblichen Signalen handelt sich um den Stammplatz des Ausbildungsleiters, der unter keinen Umständen besetzt werden darf, so mussten sie lernen, dass wir keinen Spaß verstehen, wenn sie die Jagdsignale nicht erkennen. Wir sind zwar von unseren Leistungen überzeugt, aber wir waren völlig überrascht Teilnehmer zu sehen, die unserem Blasen mit dem andächtigem Ausdruck eines Opernbesuchers folgten. Wir waren leicht geneigt, ins Treiben zu schießen. Allerdings wären uns dann einige der besten Kuchenkreationen ergangen, die von uns allen immer gerne angenommen wurden. DA sind die Teilnehmer mal über sich hinausgewachsen – auch wenn sie es, wie so vieles zum ersten Mal machten.

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Start des Vorbereitungskurses zur Erlangung des Jagdscheins

Am 09.08.2016 startet unser „langer“ Kurs zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung, die dann im April 2017 stattfinden wird.

Der Kurs wird im Schulungszentrum auf der Schießanlage Westerbeck durchgeführt. Für die Anmeldung benutzen sie bitte unser Anmeldeformular:

Anmeldeformular (Word)
Anmeldeformular (PDF)

Wenn Sie zunächst weitere Informationen benötigen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem Obmann für die Jungjägerausbildung auf:

Ralf Müller

Müdener Straße 18
38536 Meinersen

Tel. 05372-6265
Mobil 0170 162 03 16
Fax 05372-979095

mueller.ahnsen@t-online.de

Die Lehr- und Schießpläne zum Kurs können Sie hier herunterladen:

Lehrplan August bis Dezember 2016
Lehrplan Januar bis April 2017
Schießplan

 

Hauptversammlung des Hegeringes Meinersen 2016

Am 18. März 2016 fand im Landgasthof Schrader in Dieckhorst die Hauptversammlung des Hegeringes Meinersen und der Rehwildhegegemeinschaft statt. Die Bläsergruppe des Hegeringes Meinersen umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Neben den erschienenen Mitgliedern begrüßte der Hegeringleiter Thorsten Schäfer den Schießobmann der Jägerschaft Gifhorn Ralf Müller und vom Naturschutzverband Aller-Oker Friederike Franke.

Der Hegeringleiter berichtete über das abgelaufene Jagdjahr.

Dabei war beim Streckenbericht besonders überraschend, dass sehr niedrige Stockenten und Ringeltauben-Strecken zu verzeichnen waren. Die Schwarzwildstrecke ist um 20 Stücken angestiegen. In den Revieren wurden 101 Stück Schwarzwild, gegenüber 81 Stück des Vorjahres, erlegt. Die Hasenstrecke war ebenfalls wieder sehr gering. Die Fuchs- und Dachs-Strecken sind leicht angestiegen. Beim Rehwild wurden 6 Stücken weniger erlegt, wodurch die Jahresstrecke bei 365 Stück lag. Die Anzahl der gestreckten Nutrias ist weiterhin sehr groß, weil es einen hohen Bestand an Aller und Oker gibt.

Sämtliche Streckenergebnisse wurden per Power Point Präsentation den Versammlungsteilnehmern, optisch auf einer großen Leinwand anhand eines Beamers, vorgeführt.

Der Kinderferienspaß war im Jahr 2015 ein weiteres Mal voll ausgebucht. Allen Revierpächtern und Hegeringmitgliedern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, wurde ein besonderes Lob ausgesprochen. 2016 ist der Termin am 26. Juli.

Müllsammelaktionen der Jäger gab es zum Beispiel in Müden.

Eine Pflanzaktion, dank der Spende der Baumschule Späth, wurde in mehreren Revieren durchgeführt. Diese Aktion kann bei Bedarf wiederholt werden.

In seinem Hegeringleiterbericht sprach Thorsten Schäfer über geplante Änderungen im Jagdgesetz.

Eine grundlegende Novellierung soll in dieser Legislaturperiode nicht mehr erfolgen.
Allerdings ist eine kleine Novelle des BJagdG geplant. Insoweit soll der Einsatz bleifreier Munition und ein Schießnachweis für Bewegungsjagden verpflichtend sein. Schalldämpfer sollen erlaubt sein. Die Intervalljagd in Vogelschutzgebieten soll auf der Grundlage von Gänsemonitoring (Telemetrie) geregelt werden.

Seit 25 Jahren gibt es jetzt die Wildtiererfassung. Die Bedeutung der Wildtiererfassungsbögen wurde nochmals herausgestellt. Ein besonderer Dank für den vollständigen Rücklauf ging an alle Reviere.

Die konkrete Zahl der in Niedersachsen lebenden Wölfe ist unbekannt. Voraussichtlich sollen es 7 Rudel, 2 Paare und 3 Einzeltiere sein, insgesamt rund 50 Stück. Der Zuwachs soll jährlich 30 % betragen. Um genauere Erkenntnisse zu haben, sollen alle Sichtungen und Nachweise dem Wolfsberater des Landkreises Gifhorn gemeldet werden.

Die aktuellen Jagdberichte der Landesjägerschaft in gedruckter Form gab es für die anwesenden Hegeringmitglieder.

Ralf Müller überbrachte die Grüße der Kreisjägerschaft und wies auf die Bundesjägertage in Wolfsburg hin, die vom 8.6.16-11.6.16 stattfinden.

Schießobmann Markus Müller (Ahnsen) vermeldete, dass bei der Kreismeisterschaft eine Mannschaft startete (Udo Wulf, Wilfried Meier, Ralf und Markus Müller) und den dritten Platz belegte. Markus Müller wurde Meister der Junioren. Außerdem gewann er den Keilerpokal und konnte die Schießnadel in Gold erringen. Ralf Müller konnte den 3. Platz der Klasse B erzielen.

Bei der Landesmeisterschaft wurde Reinhard Surburg Vizemeister im Büchsenschießen mit 190 Ring.

Auf der Bundesmeisterschaft landete Markus Müller auf dem 15. Platz der Juniorenklasse!

Naturschutzobmann Georg Steinke (Gilde) wies darauf hin, daß der im Jahr 2014 in Ettenbüttel durchgeführte Familienerlebnistag wiederholt werden soll.

Die Blühstreifen nehmen ab, weil der bürokratische Aufwand zum Erhalt der Prämie für Landwirte zu aufwändig ist. Eine neue Baumpflanzaktion in den Hegering-Revieren wird angeregt, ggfs. zahlt der Landkreis Zuschüsse.

Hundeobmann Hans-Heinrich Wietfeld (Müden) berichtete vom Hundelehrgang 2015 mit 13 Teilnehmern. Davon haben 5 Gespanne die JEP, 1 Gespann die Stöberprüfung und 3 Gespanne die HZP bestanden. Die VGP wurde von 2 Gespannen erfolgreich absolviert. Zusätzlich wurde eine Sonderprüfung Schweiß (1.000 m ) durchgeführt. Von 4 Gespannen haben 3 bestanden. Für einen neuen Ausbildungskurs im Jahr 2016 soll man sich an die Kreis-Hundeobfrau Regina Oppel wenden.

Die Aktivitäten der Jagdhornbläser waren wieder zahlreich. Der Höhepunkt des letzten Jagdjahres war der Hubertusgottesdienst in Hohne. Übungsabende sind Donnerstag um 20:00 Uhr im Gasthaus Niebuhr in Meinersen. Es findet ein Neuanfängerkurs um 19:15 Uhr am gleichen Ort statt.

Schriftführer und Schatzmeister Uwe Morgenstern verlas das Protokoll der letzten Hauptversammlung und stellte seinen Kassenbericht vor.

Ehrungen: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Klaus Schuster, Michael Voges und Harm Homann-Soest geehrt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft  wurden Hans Otto Ahrens, Adolf Behrens, Wilhelm Meier, Hermann Petersen und Hermann Raupers auf der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Gifhorn in Wesendorf geehrt. Dort wurden auch Dr. Gustav-Adolf Lange und Heinrich Wolf zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Bei der direkt im Anschluss folgenden Hauptversammlung der Rehwildhegegemeinschaft wurden die ausgestellten Trophäen beurteilt. Silberne Brüche wurden für alte und abnorme Rehböcke an die Erleger Mario Brandes (Revier Hahnenhorn) und Friedrich Meier (Revier Dieckhorst I) vergeben. Einen goldenen Bruch erhielten die Erleger Kurt Raupers (Revier Dieckhorst I) und Klaus Schuster (Revier Flettmar II) für mindestens 5 Jahre alte Böcke mit sehr starkem Sechser-Gehörn.

Rehe sind die Hauptwildart des Hegeringes Meinersen, allerdings liegen die Verkehrsunfallzahlen mit ca. 25% immer noch viel zu hoch. Deshalb soll im kommenden Jagdjahr zum Rehwild-Jagdbeginn im Mai die Jugendklasse verstärkt und intensiv bejagt werden.

Goldener Bruch für Klaus Schuster Revier Flettmar II
Goldener Bruch für Kurt Raupers Revier Dieckhorst I
Hegeringleiter Thorsten Schäfer(zweiter v.l.) mit v.l.n.r. Klaus Schuster, Markus Müller, Kurt Raupers, Friedrich Meier und Mario Brandes

Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn in Berlin und Potsdam

Die Heilige Messe in der ST. HEDWIGS – KATHEDRALE BERLIN begann mit dem S a n c t u s   aus der Deutschen Messe von Schubert, gemeinsam intoniert von Domorganist Thomas Sauer an der großartigen Klais-Orgel und den Parforcehörnern aus Gifhorn. Von diesem Klangerlebnis waren nicht nur die vielen Besucher der Messe beeindruckt , auch Pfarrer Marra bekannte in seiner Begrüßung , seine ursprünglich ablehnende Haltung gegenüber „Blasmusik in der Kirche“   sei nun einem „ Willkommen zum gemeinsamen Gotteslob“ gewichen. Wenn ein katholischer Pfarrer zum Ausgang einer Messe mit umfangreicher Hornmusik in der Kathedrale des Erzbistums Berlin in seinen Abkündigungen speziell hinweist auf den anstehenden „Abendmahls-Gottesdienst mit Parforcehörnern“ in der evangelischen Bischofskirche von Berlin-Brandenburg , eher bekannt als KAISER – WILHELM –GEDÄCHTNIS – KIRCHE , so haben wir mit unseren Naturhörnern gern ein klassisches M a r i e n l i e d als Zugabe erklingen lassen.

In der „Gedächtniskirche“ wurden die Parforcehörner aus Gifhorn im Gottesdienst von Pfarrer Martin Germer vorgestellt als „große Natur-Waldhörner, die eigentlich bei der Jagd verwendet wurden, nun aber im Gottesdienst die Gemeindelieder begleiten und auch allein während des Abendmahles gewissermaßen für uns s i n g e n .“

Die eindrucksvolle Predigt vor einer großen Gemeinde – selbst aus Gifhorn waren etliche Gäste in aller Herrgottsfrühe angereist – hielt Bischof i.R. Dr.Martin Kruse. Pfarrer Germer gab folgende Erläuterung zu diesem besonderen Gottesdienst:

„Der Leiter des Parforcehorn-Bläsercorps aus Gifhorn und Dr. Martin Kruse kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im niedersächsischen Kloster Loccum, wo Günther Kaufmann als junger Bläser im Posaunenchor prägende Eindrücke vom damaligen Stiftsprediger und späteren Bischof von Berlin-Brandenburg erfahren hat… Daher wird sich der Grundton des Lobens und Dankens durch diesen Gottesdienst ziehen.“ Nach dem Gottesdienst erhielten wir als Dank Anstecknadeln mit der Silhouette der Gedächtniskirche, die wir gern neben der Nadel der Frauenkirche Dresden tragen, denn mit diesen Symbolen öffneten sich auch im Schloss Sanssouci die Türen zum Blasen im Marmorsaal und dem Musikzimmer Friedrichs des Großen.

Selbstverständlich durfte ein ehrenvolles letztes Halali an seiner mit Kartoffeln verzierten Ruhestätte vor der Heimreise nicht fehlen.

Aller Zeitung vom 18.11.2015